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Brauchtum: Heimatpflege mit dem Rasenmäher

Brauchtum

Heimatpflege mit dem Rasenmäher

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    Heimatpfleger Ludolf Karletshofer führt den neuen Rasenmäher vor: Mit dem Gerät sollen die Zugänge zu den Sitzbänken gepflegt werden.
    Heimatpfleger Ludolf Karletshofer führt den neuen Rasenmäher vor: Mit dem Gerät sollen die Zugänge zu den Sitzbänken gepflegt werden. Foto: Manfred Deger

    Roggenburg Vor fünf Jahren hatten die Heimatpfleger die 150 fest im Blick: „Wer weiß, vielleicht erreichen wir einmal diese traumhafte Mitgliederzahl“, sagte Ludolf Karletshofer, der Vorsitzende des Roggenburger Vereines für Heimatpflege, damals in einer Jahreshauptversammlung. Damals waren 112 Bürger im Heimatpflegeverein gemeldet. Zum 40. Geburtstag des Vereines gab der Vorsitzende nun eine Mitgliederzahl von 144 bekannt: „Wir stehen kurz vor der magischen Grenze“, zog Karletshofer stolz Bilanz.

    Der Verein hat nun einen Motorschlegelmäher und eine Motorsense gekauft, „die mit 4460 Euro zwar ein beachtliches Loch in die Vereinskasse rissen, aber zur Erfüllung unserer Vereinsaufgaben unbedingt notwendig wurden“, sagte Schriftführer Lothar Mareis in seinem Rückblick.

    25 Paten sehen nach etwa 50 Bänken

    Er sprach dabei auch von der Arbeit der 25 „Bänklespaten“, welche die Aufsicht und Pflege von etwa 50 Ruhebänken und deren Standorten übernommen haben, die der Verein inzwischen im Gemeindegebiet aufgestellt hat. Auch für Pflege und Restauration von Feldkreuzen, Bildstöcken und Gedenksteinen in Biberach, Ingstetten, Meßhofen, Roggenburg, Schießen, Schleebuch und Unteregg investieren die Heimatpfleger viel Zeit.

    Drei Bildbände waren schnell vergriffen

    Der Verein hat über diese heimatgeschichtlichen Denkmäler bisher drei Bildbände herausgegeben, die – wie auch der Sammelband des „Roggenburger Geschichtsblättles“ – sofort nach ihrem Erscheinen vergriffen waren. Diese Vereinsveröffentlichungen gelten als Fundgrube für heimatgeschichtlich interessierte Bürger.

    21 der 144 Vereinsmitglieder kommen „von auswärts“, zum Beispiel aus Gannertshofen oder Weißenhorn. 123 verteilen sich auf die sieben Roggenburger Ortsteile. Der Verein bietet nach eigenen Angaben eine ganze Menge „Heimat pur“. Seine Aktivitäten bewegen sich zwischen Ausflügen in die Geschichte Roggenburgs, gemeinnütziger Arbeit und der Reparatur von Brauchtumsgegenständen.

    Der Verein beteiligte sich an der Aktion „Roggenburg macht sauber“ und veranstaltet das traditionelle „Kranzen“ und den Rübengeisterumzug. Die Rüben zieht der Vorsitzende Karletshofer jedes Jahr auf einem Feld bei seinem Haus in Meßhofen, wo sie von den Kindern kostenlos abgeholt werden können. „So vermitteln wir den Kleinen den Gedanken der Brauchtumspflege“, sagte er gegenüber unserer Zeitung.

    In der Jahreshauptversammlung war auch der Film „Unterwegs im Landkreis Neu-Ulm – Das untere Illertal“ zu sehen.

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