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Ulm

25.09.2017

Bundestagswahl: Alexander Kulitz (FDP) hat’s geschafft

Alexander Kulitz (FDP)aus Ulm zieht über die Liste in den Bundestag ein.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Der 36-jährige Ulmer zieht über die Liste in den Bundestag ein. Das kommt für ihn ziemlich überraschend.

Zitterpartie mit Happy End: Alexander Kulitz (FDP) zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. Am Wahlabend zeichnete sich ab, dass es knapp reichen könnte. Doch als das Ergebnis dann kurz vor 1 Uhr feststand, hatte sich der 36-Jährige bereits schlafen gelegt. So erfuhr Kulitz am Montagmorgen, dass er quasi über Nacht zum Bundestagsabgeordneten geworden war. Und dann hieß es: Koffer packen, ins nächste Flugzeug und ab nach Berlin.

Als Kulitz der Anruf unserer Zeitung erreichte, irrte er gerade durch die Parteizentrale der FDP in Berlin-Mitte. Er musste erst mal den Saal im Hans-Dietrich-Genscher-Haus finden, in dem die konstituierende Sitzung der Fraktion stattfand. Kulitz hatte nicht damit gerechnet, in den Bundestag gewählt zu werden, und wurde entsprechend von den Ereignissen überrumpelt. „Das war schon eine Überraschung und freut mich sehr“, sagte er. „Natürlich, das ist eine einmalige Sache.“ Kulitz stand auf der Landesliste auf Platz elf. Dank des guten Abschneidens der Liberalen schafften zwölf FDP-Kandidaten aus Baden-Württemberg den Sprung ins Parlament. Alexander Kulitz holte im Wahlkreis Ulm 8,1 Prozent der Erststimmen. Die Partei erreichte 11,5 Prozent der Zweitstimmen, in ganz Baden-Württemberg waren es 12,7 Prozent. Mit dem Einzug in den Bundestag wandelt Kulitz auf den Spuren von Birgit Homburger, die für die FDP von 1990 bis 1998 den Wahlkreis Ulm im Bundestag vertrat.

Politik ist für Kulitz Neuland, das räumte er offen ein. Bis auf seine Landtagskandidatur voriges Jahr hat er keine Erfahrungen auf diesem Feld. „Ich bin kein Politiker, ich bin da als Unternehmer reingegangen“, sagte er. Das sieht er als Vor- und Nachteil zugleich. Wie es jetzt weiter geht und was die nächsten Schritte für ihn als Abgeordneter sind, konnte er gestern noch nicht sagen: „Gar nichts weiß ich“, gab er am Telefon zu. Es müsse sich jetzt erst mal alles finden und setzen. Einen Plan habe er sich vorher nicht gemacht. Der Jurist ist Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsführung im Familienbetrieb Esta Apparatebau in Senden. Kulitz ist Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren, einem Netzwerk von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Sein Vater Peter Kulitz ist seit vielen Jahren Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm.

Der Wahlkreis Ulm, der die Münsterstadt und den Alb-Donau-Kreis umfasst, wird damit auch künftig von drei Bundestagsabgeordneten vertreten. Das Direktmandat holte Ronja Kemmer (CDU). Hilde Mattheis (SPD) zog erneut über die Liste ein. Vor vier Jahren hatte Heinz Wiese (CDU) aus Ehingen über die Liste ein Mandat errungen, war aber nicht erneut nominiert worden. Es hätte ihm auch nichts genützt. Die Christdemokraten haben diesmal keinen einzigen Kandidaten über die Liste reingebracht, ebenso wenig wie die CSU in Bayern.

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