Er darf das. Wenn Willi Siber über seine Arbeiten spricht, berührt er sie immer wieder, als ob er noch einmal ihre Beschaffenheit mit den Händen erfahren wolle. „Ich bin ein Oberflächenfetischist“, gesteht er freimütig – seine Kunst zeigt das ohnehin. Wobei man diese Leidenschaft keinesfalls mit Oberflächlichkeit verwechseln sollte. Der Oberschwabe Siber, der Bildhauerei und Kunstwissenschaften in Stuttgart studierte, hat in den vergangenen 40 Jahren nicht nur ein breites Werk geschaffen, sondern auch ein tiefes Verständnis der künstlerischen Ausdrucksformen erworben. Das zeigt die Ausstellung „Der Weg – Willi Siber 1980-2020“, die am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr im Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot (bei Laupheim) eröffnet wird.
Burgrieden