Neu-Ulm 1953 eröffnete Erwin Franz Müller in Offenhausen einen Friseursalon, in dem er später die ersten Drogerieartikel verkaufte. Heute, über 50 Jahre später, beschäftigt der Mann 23000 Mitarbeiter und setzt jährlich gut drei Milliarden Euro um. Die Ecke Heinrich-Heine-Straße/Augsburger Straße ist und bleibt ein besonderer Ort im müller‘schen Drogerieimperium: Denn den Friseursalon gibt es noch und gleich nebenan steht noch im Jahre 2012 eine Müller-Filiale. Oder besser gesagt: jetzt wieder. Denn das Haus ging am 26. Mai des vergangenen Jahres durch einen technischen Defekt in Flammen auf. Der Neuaufbau und die Wiedereröffnung der Filiale wurden „zur Chefsache erklärt“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Eigentlich wollte gestern Erwin Müller, Jahrgang 1932, die Filiale an der Keimzelle seines Imperiums persönlich einweihen, doch der Boss sagte kurzfristig aus Termingründen ab. Dennoch: Nicht einmal elf Monate nach dem Brand eröffnete die Filiale gestern wieder offiziell die Türen für ihre Kunden.
2,1 Millionen Euro investierte Müller insgesamt in die deutlich vergrößerte Verkaufsstelle. Der Neubau wurde genutzt, um die Filiale um fast 50 Prozent zu vergrößern: Auf über 780 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Kunden das gewohnt orange-glitzernde Ambiente einer Müller-Filiale. (heo)