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Kommunalwahl

28.09.2019

Ein 34-Jähriger will Walz nachfolgen

Sebastian Sparwasser (Mitte) mit dem CSU-Vorsitzenden Martin Strobel (links) und der SPD-Vorsitzenden, der Markträtin Hildegard Feurich-Kähn.
Bild: Willi Baur

Mit Unterstützung von CSU und SPD möchte Sebastian Sparwasser Bürgermeister von Pfaffenhofen werden. Er wohnt im Ort, aufgewachsen ist er in Weißenhorn

Für die im März auch im Markt anstehende Bürgermeisterwahl gibt es einen ersten Bewerber: Wie in unserer gestrigen Ausgabe bereits kurz berichtet, will der 34-jährige Sebastian Sparwasser, der mit seiner Familie im Ort lebt, im Frühjahr 2020 Josef Walz als Rathauschef beerben. Der Amtsinhaber, 1990 erstmals gewählt, hatte schon vor geraumer Zeit eine erneute Kandidatur ausgeschlossen.

Um diese bemüht sich jetzt Sparwasser, promovierter Kulturhistoriker und seit Oktober 2016 Geschäftsführer des Landesverbands Bayern im Bund der Vertriebenen. „Ich bin in Weißenhorn aufgewachsen, habe seit meiner Schulzeit viele Verbindungen nach Pfaffenhofen und will mich künftig hier auch engagieren“, sagte der gebürtige Mainzer am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

Den parteilosen Bewerber unterstützen wollen neben der örtlichen CSU auch die SPD, wie Vertreter beider Gruppierungen bei dieser Gelegenheit signalisiert haben. „Ich sehe ihn aufgrund seiner Biografie und seiner Fähigkeiten wie der engere CSU-Vorstand als geeigneten Kandidaten“, unterstrich Walz. Martin Strobel, Vorsitzender des Ortsverbandes, pflichtete dem bei und befand: „Ich bin stolz auf einen so guten Bewerber.“

Ein 34-Jähriger will Walz nachfolgen

Auch Hildegard Feurich-Kähn, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, zeigte sich von Sparwasser angetan: „Er bringt gute Voraussetzungen mit und weiß als junger Familienvater, was man in einer Kommune braucht.“ Karlheinz Thoma, Dritter Bürgermeister und langjähriger Fraktionskollege, bescheinigte dem Bewerber „viel Potenzial“ und ist überzeugt: „Ich traue ihm zu, sich rasch in diese Aufgabe einzuarbeiten, auch in Budgetfragen und bei der Personalführung.“

Auf diese Kompetenzfelder hatte auch der designierte Kandidat selbst verwiesen, gestützt insbesondere auf seine jüngsten beruflichen Erfahrungen. „Ich habe viel gelernt in diesen drei Jahren“, sagte Sebastian Sparwasser, Verwaltungsvorgänge und der Umgang mit Finanzen gehörten zum Tagesgeschäft. Nicht minder wichtig indes seien aus seiner Sicht „gewisse politische Erfahrungen“, gewonnen aus vielen Gesprächen mit Parteien, Landtagsfraktionen und Personen des öffentlichen Lebens.

Der Bewerber, der in Freiburg, Basel und Budapest studiert hat, räumte ein: „Natürlich ist die Kommunalpolitik ein ganz anderes Feld, aber diese Kenntnisse kann ich mir schnell und gut aneignen.“ Zunächst wolle er viele Gespräche vor Ort führen und dabei die für Pfaffenhofen wichtigen Themen ausloten. „Auf dieser Basis möchte ich dann konkrete Vorstellungen für mein Wahlprogramm entwickeln.“

Einige Schwerpunkte zeichnen sich indes schon ab: Lebensqualität etwa, Wohnungsprobleme vor allem junger Familien, ein ansprechendes Umfeld für Senioren und die Stärkung der lokalen Wirtschaft, aber auch der ehrenamtlichen Arbeit.

Die Nominierung Sparwassers, der nach eigener Aussage auch im Fall seiner Wahl parteilos bleiben will, werden CSU und SPD getrennt vorbereiten und vornehmen. Während die örtliche CSU ihre Mitglieder per Brief informiert und ihre Nominierungsversammlung schon auf den 29. Oktober terminiert hat, will die SPD den Bewerber im Ortsverein zunächst schriftlich und am Montag, 7. Oktober, bei einer Versammlung vorstellen. Ende des Monats soll dann die Nominierung erfolgen.

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