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Ulm

11.10.2019

Eine Ulmer Hauptschlagader ist jetzt auch offiziell wieder frei

An der fertigen Wiblinger Allee: Michael Jung, Gerhard Fraidel, Tim von Winnig (Stadt Ulm) Joachim Müller (Husqvarna) und Otto Sälzle.
Bild: Thomas Heckmann

Acht Wochen früher als geplant ist die Wiblinger Allee fertig geworden. Das bringt dem Rathaus viel Lob.

Mit einer Feierstunde wurde die Sanierung der Wiblinger Allee abgeschlossen. Knapp acht Wochen früher als geplant konnte die Vollsperrung der wichtigen Straße nach einer monatelangen Generalsanierung und Verbreiterung bereits vor rund zwei Wochen wieder aufgehoben werden. Dementsprechend begeistert zeigten sich alle Festredner, angeführt vom Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning, der einschränken musste, dass das Wetter nicht zur Bauleistung passte. Wegen Dauerregens am Mittwoch wurde die Feststunde in die Halle des Blumengroßhandels neben der Straßenbaustelle verlegt, fast 100 Beteiligte trafen sich dort, darunter auch Anwohner sowie Gemeinderäte aus drei Fraktionen.

Wiblinger Allee wurde komplett neu aufgebaut und verbreitert

Die aus der Nachkriegszeit stammende Wiblinger Allee wurde komplett neu aufgebaut und verbreitert, auch der Hochwasserschutz wurde verbessert, selbst ein Tunnel für Kleintiere führt nun unter der Straße hindurch. Ende Oktober muss nochmals ein Wochenende gesperrt werden, da noch knapp einhundert Bäume gepflanzt werden und die Allee dann nicht nur im Straßennamen enthalten ist. Der fünf Millionen Euro teure Ausbau ist der Abschluss der jahrelangen Arbeiten an der Westtangente zwischen der Bundesstraße 30 und der Bundesstraße 28. Das Regierungspräsidium Tübingen beteiligt sich mit rund einer Million Euro an den Baukosten, die insgesamt im geplanten Rahmen blieben. Die Querspange bindet den südlichen Alb-Donau-Kreis und Oberschwaben nicht nur an das Industriegebiet Donautal, sondern auch an die Universität und die Kliniken auf dem Eselsberg an.

IHK: Noch mehr Infrastruktur in Ulm muss auf diese Art auf Vordermann gebracht werden

Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Otto Sälzle, bezeichnete die Wiblinger Allee als Hauptschlagader und war voll des Lobes für die Leistung der Stadtverwaltung und über die Zusammenarbeit mit dem Ulmer Bauunternehmen, das im Mehrschichtbetrieb und durch Wochenendarbeit die Hauptleistung an der verkürzten Bauzeit erbracht hat. „Hier sehen wir ein Beispiel, wie man es machen kann“, auch wenn Sälzle darauf hinwies, dass in Ulm noch mehr Infrastruktur auf diese Art auf Vordermann gebracht werden muss.

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Genauso begeistert war auch Joachim Müller, einer der Husqvarna-Gardena-Geschäftsführer, der auch die städtische Internetseite zur Baustelle lobte, die den 20 000 Mitarbeitern der 300 Donautal-Firmen die Möglichkeit gegeben hat, sich aus erster Hand über den Sinn und den Ablauf der Großbaustelle zu informieren. Auf seinem Wunschzettel steht noch die Beseitigung des allmorgendlichen gefährlichen Rückstau in die B30 hinein, hier sieht er das Land in der Pflicht, hofft aber auf Unterstützung durch die Stadtspitze für eine zügige Umsetzung.

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