Der Elchinger Bauausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung insbesondere mit einer Bauvoranfrage der Projektgesellschaft HSG befasst, die an der Oberelchinger Spitalgartenstraße 38 eine Mehrgenerationen-Wohnanlage mit 18 Wohneinheiten und einer Tiefgarage mit 29 Stellplätzen errichten will. Dabei würde die HSG bei der Anlage mit vier Häusern – die beiden südlichen sollen jeweils vier Wohnungen und die beiden nördlichen jeweils fünf enthalten – gerne die Grundflächenzahl von 0,45 auf 0,4 senken, die Geschossflächenzahl von 0,7 auf 0,9 sowie die Zahl der Geschosse aufgrund der Hanglage von zwei auf drei oder gar vier erhöhen wollen, sofern dies möglich ist.
Probleme sind unter anderen, dass die Regelabstandsflächen nach der bayerischen Bauordnung zum Teil nicht eingehalten werden und im Norden der geplanten Anlage Wald ist, sodass die Forstbehörde zum Waldabstand noch Stellung nehmen muss. Da in der näheren Umgebung vor allem zweigeschossige Häuser stehen und das Vorhaben der HSG eine Signalwirkung für künftige Bauten in der Spitalgartenstraße haben kann, stimmte der Bauausschuss der Bauvoranfrage bei zwei Ja-Stimmen überwiegend nicht zu. Begründung: Das Bauvorhaben fügt sich hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung bei Weitem nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein.
Diskussion um digitale Anzeigetafeln bei den Bushaltestellen in Elchingen
Einige Diskussion gab es beim Punkt „Errichtung von dynamischen Fahrgastinformationssystemen an örtlichen Bushaltestellen“. Das Angebot, auch in Elchingen derartige Systeme anzubringen, kam bereits im Frühjahr über den Landkreis Neu-Ulm. Diese informieren Fahrgäste in Echtzeit über die Abfahrt der nächsten Busse. Von Beginn an wurden von Ausschussmitgliedern Bedenken vorgetragen.
Rudolf Niedermeier (Freie Wähler) wies auf das Problem des Vandalismus hin, die Grüne Jana Schlindenbuch meinte, auf die Gemeinde kämen andere, wichtigere Investitionen zu und Martin Gugelfuß (CSU) sagte: „Man kann das auch über die entsprechende App im Smartphone erfahren. Zudem sind die Systeme zu teuer.“ Die Verwaltung rechnet mit Anschaffungskosten von 4500 bis 6000 Euro pro Stück bei den einfacheren Systemen. Bei der Beschlussfassung sprachen sich nur zwei Mitglieder des Bauausschusses für die Anschaffung aus, der Rest war dagegen. Das Thema ist zumindest vorerst vom Tisch.
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