Neu-Ulm Unter dem Motto „Ulm den Rücken kehren“ hat die Initiative „Wir in Neu-Ulm“ (WIN) vor einigen Monaten einen Fotowettbewerb gestartet. 37 Fotografen – die jüngste 14, der älteste über 70 Jahre alt – haben daraufhin knapp 350 Bilder eingereicht. Die Motive reichen von den klassischen Ansichten aus Neu-Ulm – vom Wasserturm im Wiley über das Glacis bis hin zum Donau-Center – über Aufnahmen aus Holzschwang oder Ludwigsfeld. Eine Jury, bestehend aus WIN-Mitgliedern und professionellen Fotografen hat davon die besten Fotografien ausgewählt, die nun einen Kalender für das Jahr 2012 zieren – zwölf Bilder auf den jeweiligen Monatsseiten und etwa weitere drei Dutzend auf den Rückseiten.
„Wir wollten möglichst viele Fotos verwenden, um möglichst viele Leute einzubeziehen“, sagte WIN-Vorsitzender Stephan Salzmann bei der Präsentation des Kalenders. Den gibt es nun bei allen Sponsoren – also beispielsweise Geschäften oder Händlern, die einen der Preise gestiftet haben. Denn wer für fünf Euro einen der Kalender erwirbt, hat im nächsten Jahr jede Woche die Chance, einen Preis im Wert von mindestens 100 Euro zu gewinnen – vom Restaurantgutschein bis zum Fotoshooting.
Mit der Aktion wollen die Verantwortlichen von „Wir in Neu-Ulm“ natürlich auch die Werbetrommel rühren – und zwar nicht nur für Neu-Ulm, sondern auch für die Initiative, die inzwischen 49 Mitglieder zählt. „Bei uns können nicht nur Händler und Gewerbetreibende mitmachen, sondern auch jede Privatperson, die sich für Neu-Ulm engagieren möchte“, sagt Heinz Koch, der derzeit als informeller City-Manager fungiert.
Wann dieser Posten offiziell besetzt werden kann, ist noch unklar. Der Stadtrat hat einen Zuschuss für die Finanzierung eines hauptamtlichen Citymanagers, der die Aktionen in der Innenstadt künftig koordinieren soll, bisher nicht genehmigt. Dass man bei den Ausgaben Prioritäten setzen müsse, sei auch ihm klar, sagte Salzmann gestern dazu. Doch die Innenstadt sei Neu-Ulms Aushängeschild. „Daran zu sparen ist der falsche Weg.“ (ssu)