Mag sein, dass der Begriff Brauchtumspflege bisweilen abgegriffen scheint. Doch steht er für die Mitglieder der Egerländer Gmoi als das Einzige, was von ihrer alten Heimat nach der Vertreibung in die Fremde geblieben ist. Vor 60 Jahren gründeten die neuen Bürger in Weißenhorn den Verein mit dem Ziel, ihr kulturelles Erbe am Leben zu erhalten. Mit einem festlichen Programm feierten die Mitglieder nun ihr Jubiläum. Für die Vorsitzende Hannelore Lux, in Weißenhorn geboren und aufgewachsen, bleibt das Egerland „ein Stück Geborgenheit“, wie sie sagt. Trachten, Musik und die Sprache gehören für sie dazu. So sprechen die Egerländer von einem „Huasnududaer“, wenn sie einen Hosenknopf meinen. Eine Frau wird „Moulmein“ genannt während der Herr ein „Vetter“ ist.
Jubiläum