Aufheim Einen gelungenen Abschluss des Jubiläumsjahrs bildete das Konzert der Dorfmusikanten Aufheim. In der voll besetzten Bürgermeister-Jehle-Halle boten die Vereinsmitglieder ein reizvolles musikalisches Programm.
Zu Beginn trat die Anfängergruppe des Vereins auf, angeleitet von Bernhard Ott. Die jungen Instrumentalisten zeigten dabei solide Leistungen, besonders beim Stück „Along Came A Spider“ gelang eine amüsante Darbietung. Um den Nachwuchs müssen sich die Dorfmusikanten derzeit keine Sorgen machen, das bewiesen nicht nur die Allerjüngsten, sondern auch das Jugendorchester Wita, das die Aufheimer gemeinsam mit den Musikvereinen Illerberg/Thal und Wullen-stetten unterhalten. Unter Leitung von Rani Rezek musizierten die Jugendlichen mit großer Sensibilität. So brachten sie unter anderem eine Bearbeitung von Richard Strauß’ Tondichtung „All so sprach Zarathustra“ zu Gehör, ebenso Fritz Neubecks „Journey to Riva“, das sie frisch und lebendig interpretierten.
Die Dorfmusikanten waren ein letztes Mal gemeinsam mit ihrem Dirigenten Thomas Bollmann zu hören, der sich mit diesem gekonnten Auftritt aus Aufheim verabschiedete. Dass die Musiker und der scheidende Dirigent nach wie vor gut harmonieren, bewiesen die Akteure mit Spielfreude und nicht eben einfacher Literatur. So schufen sie mit Bert Appermonts „Jericho“ eine mächtige Klangkulisse, um gleich darauf mit Filmmusik die humorigen Szenen des Disney-Klassikers „Dschungelbuch“ lebendig werden zu lassen. Auch der kraftvoll gespielte Marsch nach Opern-Motiven von Adolphe Adam erntete viel Applaus.
Dirigent Bollmann brachte „neue Impulse“
Lob, Dankesworte und ein Abschiedsgeschenk empfing Dirigent Bollmann am Ende des Konzerts: Er habe musikalisch sehr viel bewegt, sagte der Vorsitzende Thomas Mohring. Mit ihm gemeinsam hätten die Aufheimer auf hohem Niveau musiziert, egal ob es sich um traditionelle oder moderne Stücke gehandelt habe. „Du hast neue Impulse nach Aufheim mitgebracht“, so Mohring. Bollmann hatte das Orchester seit 2003 geleitet.
Rainer Lohner, stellvertretender Vorsitzender des ASM-Musikbezirks 9, nannte den Abend in seiner Ansprache einen erneuten Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten, in deren Rahmen auch Bezirksmusikfest und Wertungsspiele stattgefunden hatten. Die Kapellen seien Aushängeschilder der Kommunen, ergänzte Lohner, in Zeiten sinkender Zuschüsse aber mahnte er: „Blumen muss man gießen“. (ahoi)