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Katastrophe: Erdbeben: Japaner in Sorge um die Heimat

Katastrophe

Erdbeben: Japaner in Sorge um die Heimat

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    Kimiko Bühler verfolgt in den japanischen Nachrichten die Bilder des Erdbebens in ihrer Heimat.
    Kimiko Bühler verfolgt in den japanischen Nachrichten die Bilder des Erdbebens in ihrer Heimat. Foto: Foto: Andreas Brücken

    Neu-Ulm/Ulm Während in Japan aufgrund des verheerenden Erdbebens die Welt in Stücke zu zerfallen scheint, hängen die Japaner der Region an ihren Telefonen oder Computern, um Kontakt zu ihren Verwandten oder Bekannten herzustellen. Meist vergeblich. Darunter ist auch Kahori Sato, die zusammen mit ihrem Mann Yuji Sato seit 17 Jahren in Neu-Ulm lebt und das japanische Restaurant Yu betreibt. Der Fernseher im Hause Sato lief gestern nonstop. „Ich bin in großer Sorge um meine beste Freundin“, sagt Kahori Sato. Die lebt in Tokio. Und war weder per E-Mail noch per Telefon zu erreichen.

    Die japanische Hauptstadt soll nach Medienberichten zwar nicht ganz so schlimm von der Katastrophe getroffen worden sein, doch auch hier gab es Tote und Verletzte. Auch ihr Mann habe noch viel Bezug zur Millionenmetropole, sagt Kahori Sato. Hier arbeitete er 15 Jahre als Koch und machte dort seinen Abschluss an der Kochschule.

    Akiko Okamoto aus Neu-Ulm, die Lebensgefährtin des bekannten Performancekünstlers „Miu“, hat direkt ihrer Schwester eine E-Mail geschrieben. Die Familie lebt im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu, die von dem Erdbeben betroffen ist. „Zum Glück geht es meiner Familie gut“, sagt sie. Allerdings macht sie sich Sorgen um ihre Bekannten in Tokio. „Es hat aber im Moment keinen Sinn, dort anzurufen und das Netz noch mehr zu belasten.“ Wichtig sei jetzt erst einmal, ruhig zu bleiben. In Japan seien die Menschen gut auf Erdbeben vorbereitet. Fast jeder habe zu Hause eine Art Notausrüstung.

    Auch Kimiko Bühler sitzt seit dem frühen Morgen vor dem Fernseher. Das Vorstandsmitglied des Japan Clubs Ulm sagt: „Ich mache mir große Sorgen um meine Bekannten und Verwandten.“

    Ihre Schwester lebt 400 Kilometer südlich von Tokio in Nagoja. Zudem seien mehrere Mitglieder des Vereines zurzeit in der Hauptstadt. Bisher habe sie niemanden erreichen können. „Diese Bilder im Fernsehen von den Menschen in Tokio schockieren und berühren mich.“ Natürlich seien die Japaner Erdbeben gewohnt, aber diese Ausmaße seien mehr als nur dramatisch. (heo/schr–)

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