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Kirche: Abschied nach zehn Jahren

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Abschied nach zehn Jahren

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    Christoph Rupprecht und seine Familie ziehen aus Senden weg und zurück in die alte Heimat Franken. Gestern äußerte sich der evangelische Pfarrer zu Gründen und Plänen vor der Presse.
    Christoph Rupprecht und seine Familie ziehen aus Senden weg und zurück in die alte Heimat Franken. Gestern äußerte sich der evangelische Pfarrer zu Gründen und Plänen vor der Presse. Foto: Andreas Brücken

    Senden Dieser Abschied hinterlässt manch offene Frage. Denn gestimmt hat die Chemie in Sendens evangelischer Kirchengemeinde schon lange nicht mehr. Lager hatten sich aufgetan, die einen für Christoph Rupprecht, die anderen gegen ihn. Mitarbeiter kündigten. Zuvor schon war Pfarrerin Heimtraud Walz im Streit gegangen. Und auch mit dem nachfolgenden Inhaber der zweiten evangelischen Pfarrstelle in Senden, Martin Richter, harmonierte es nicht. Am Ende musste sogar der Regionalbischof her, um die Situation zu durchleuchten (NUZ berichtete). Was aber genau der Grund für all die vermeintlichen Schwierigkeiten untereinander war und ob es Lösungsansätze gab, ja gar Anordnungen von „oben“, das wissen wahrscheinlich nur die Betroffenen selber. Gestern äußerte sich Christoph Rupprecht vor der Presse zu seinen Gründen, warum er Senden verlässt, und zu seinen Zukunftsplänen im Dekanat Erlangen. Kurz und sachlich und ohne neues Öl ins Feuer zu gießen. Eine Abrechnung war es nicht. Im Gegenteil. Rupprecht blickt mit Stolz und Dankbarkeit auf sein Wirken zurück.

    Wie bereits berichtet, will Christoph Rupprecht, seit zehn Jahren Sendens evangelischer Stadtpfarrer und stellvertretender Dekan, seiner Gemeinde, die 5400 Gläubige zählt, im September den Rücken kehren. Haben die Streitereien in der Vergangenheit auch den Pfarrer selbst zu stark belastet? Bei der von Rupprecht gestern einberufenen Pressekonferenz war das nicht wirklich zu erfahren. Er nannte vor allem die Suche nach einer neuen Herausforderung als Ansporn für den Schritt. Und die Tatsache, dass nun auch die jüngste Tochter mit der Schule fertig sei, somit ein Umzug niemanden aus der Familie mehr beeinträchtige.

    Mit der Kritik, die es gegeben hatte, ging Rupprecht milde um. Er sagte nur, sie sei oft ohne Sachkenntnis und überzogen gewesen. Außerdem sei es nahezu „normal“, wenn es in einer solch großen Pfarrgemeinde auch unterschiedliche Standpunkte gebe. „Wir waren immer gesprächsbereit.“ Die Zehnjahresfrist sei ein weiterer Punkt gewesen, an eine persönliche Weiterentwicklung an einem anderen Ort zu denken.

    Am 15. Juli soll Christoph Rupprecht verabschiedet werden. Und mit ihm seine Frau Jutta, die 2004 die Sendener Tafel gründete und sie seither engagiert leitete. Um die Tafel wird sich nun ein ehrenamtlicher Führungsstab kümmern, der sich die Aufgaben teilt. Wie Rupprechts Vertretung für die Zeit der Vakanz aussieht, wird Dekanin Gabriele Burmann entscheiden. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes, Beate Altmann und Hermann Kröniger, bedauerten gestern den Abschied des Pfarrers „außerordentlich“.

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