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Konzert: Faszinierende Stimmen verkünden die Osterbotschaft

Konzert

Faszinierende Stimmen verkünden die Osterbotschaft

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    Gefühlvolle Spiritualität und musikalische Perfektion: das Frauenvokalensemble Sonus Vocalis in der Roggenburger Klosterkirche.
    Gefühlvolle Spiritualität und musikalische Perfektion: das Frauenvokalensemble Sonus Vocalis in der Roggenburger Klosterkirche. Foto: Manfred Deger

    Roggenburg Das schönste Instrument ist für viele Musikliebhaber die menschliche Stimme. Das Frauenvokalensemble Sonus Vocalis und das Männerensemble Quintenzirkel unterstrichen dies in der voll besetzten Roggenburger Klosterkirche in einem faszinierenden Konzert. Mit gefühlvoller Spiritualität und musikalischer Perfektion verwandelten die beiden Quartette ihre Stimmen zu vollkommenen Orchesterinstrumenten.

    „Ich weiß dass mein Erlöser lebt“, war das Programm überschrieben. „Dieses Wissen berührt uns seit Jahrtausenden und es wird durch diese Musik ein ganz besonders Gewicht bekommen“, bemerkte Johanna Spengler-Haugg einleitend. Achtstimmig und vierstimmig, lösten Sonus Vocalis mit Sopran, Mezzosopran und Alt und Quintenzirkel mit Tenor und Bass dieses Versprechen ein. Strahlend zarte Soli bereicherten die Werke und Lieder aus dem 16. und 17. Jahrhundert und die zeitgenössischen Werke, die von Pater Stefan Kling an der Orgel gefühlvoll unterstrichen wurden.

    Das Wunder der Auferstehung in 18 Liedern und Psalmen

    Gemeinsam und einzeln machten beide Ensembles spürbar, warum sie etwa als 1. Preisträger bei „Jugend musiziert“ ausgezeichnet wurden oder zu einem Auftritt in der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom eingeladen waren. In achtzehn Liedern und Psalmen besangen sie das Wunder der Auferstehung und die christliche Hoffnung auf eine friedliche Welt. Egal ob auf Latein oder Deutsch, sie wurden durch die schwebend-lyrische Interpretation zu verständlichen Zeugnissen eines freudigen Glaubens. Die innige Intonation der Auferstehungshistorie von Heinrich Schütz, die beiden gegensätzlichen Hymnen „Ich weiß dass mein Erlöser lebt“ von Johann Michael Bach (1745-1820) und Richard Barthmuß (1859-1910), Mendelssohns Psalm 91 „Denn er hat seinen Engeln befohlen“, Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, das „Cantate Domino“ des 1954 geborenen Vytautas Miskinis, Palestrinas 42. Psalm „Sicut cervus“ oder Schuberts fröhlich-optimistischer Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ mögen stellvertretend für den großen zeitlichen Rahmen und die Klangschönheit der Lieder stehen.

    Das Spannende an diesem Konzert war, dass die Kompositionen nicht separat in historische Blöcke aufgeteilt, sondern in kleinen Gruppen gemischt waren – alte und neue Werke waren so unmittelbar nacheinander zu erleben und ihren verschiedenen Wegen und zeitlichen Einflüssen sinnlich zu verfolgen. Hier darf man die begleitenden Orgel-Marginalien von Kling nicht vergessen. Mit Bachs „Fuga D-Dur“ ließ er die „Große Roggenburgerin“ solistisch in ihrem ganzen Glanz erstrahlen.

    Im Stile alter Madrigale entführten die beiden Ensembles das Publikum in eine sphärisch-losgelöste Welt. Der Schlussbeifall mündete in stehenden Ovationen. Man wollte sich nicht so schnell aus dieser musikalischen Welt verabschieden.

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