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Konzert: Mit Muschelhorn und Mandoline

Konzert

Mit Muschelhorn und Mandoline

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    Mit gefühlvoller Mittelaltermusik zog die Gruppe Sentiendi das Publikum auf der Vagantenbühne der alten Roggenschenke in ihren Bann.
    Mit gefühlvoller Mittelaltermusik zog die Gruppe Sentiendi das Publikum auf der Vagantenbühne der alten Roggenschenke in ihren Bann. Foto: Foto: mde

    Roggenburg „Alle, die mit uns das Walross jagen, alle, die Weib und Branntwein lieben, alle, die Tod und Teufel nicht fürchten“, wurden vom Trio Sentiendi auf der Roggenburger Vagantenbühne zum Mitsingen animiert.

    Es dauerte nicht lange und der Saal der alten Roggenschenke war von einem feucht-fröhlichen „ho ho ho“ erfüllt, dem Refrain vieler alter und neuer Seemannslieder. „Sentiendi“ das man auch mit Gefühl übersetzen könnte, weckte mit mittelalterlichen Gassenhauern und Tänzen beim Publikum Gefühle, die von lyrischer Sehnsucht bis zu rockiger Begeisterung reichten.

    Mit Muschelhorn, Drehleier, Mandoline, Flöte, Schlüsselfiedel, Langfanfare, Dudelsack und arabischer Trommel enterte das neu gebildete Mittelaltertrio die gut besuchte Vagantenbühne und nahm die Fans alter Musik mit auf eine Reise, deren Ziele vor allem die lebensfrohen Seiten des Mittelalters beleuchteten.

    „Eine neue Interpretation mittelalterlicher Musik von zart bis Hardrock“ hatten die drei Musikanten angekündigt und sie hielten ihr Versprechen. Vom „Preludium für mazedonischen Spielmannstanz“ bis zum berauschenden Trinklied, in welchem die Schlüsselfiedel im Sechsachteltakt abhob, reichte der Konzertbogen. Muschelhorn, Mandoline, Trommel und Dudelsack erzählten von mutigen Jägern und Sammlern. „Was wollen wir trinken?“, fragte das lachende Gesicht hinter dem Tresen der mittelalterlichen Schenke und das Kuhhorn, das „verkehrt herum“, nämlich durch die große Trichteröffnung geblasen wird, gab mit warmem Ton eine einladende Antwort.

    Der „Mohrentanz“ weckte Balkangefühle und die Seemannslieder erzählten das Seemannsgarn bärtiger Helden. Es wurde gelebt, geliebt und gelacht. „Sentiendi“ wurde seinem Namen gerecht. Das Publikum bedankte sich mit großem Schlussbeifall für die gefühlvolle Entführung in mittelalterliche Ton- und Tanzwelten. (mde)

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