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Landkreis Neu-Ulm: Auf den Spuren von Kuh „Yvonne“

Landkreis Neu-Ulm

Auf den Spuren von Kuh „Yvonne“

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    Landwirt Matthias Schmidberger mit dem flüchtigen Vieh.
    Landwirt Matthias Schmidberger mit dem flüchtigen Vieh. Foto: Foto: lor

    Illertissen Auf den Spuren der berühmten Kuh Yvonne war gestern ein Jungrind unterwegs, das in Jedesheim beim Entladen aus dem Viehtransporter Reißaus genommen hatte. Im Gegensatz zu Yvonne, die sich fast 100 Tage in oberbayerischen Wäldern rund um den kleinen Ort Zangberg versteckt hatte, endete der Ausflug des Jedesheimer Jungtieres nach rund sechs Stunden noch am gleichen Abend. Mit vereinten Kräften hatten es die Landwirtsfamilie Schmidberger und Feuerwehrleute wieder eingefangen. Obwohl erst ein halbes Jahr alt, wiegt der Ausreißer doch schon rund 200 Kilogramm.

    Aus Brandenburg war das Charolais-Rind (eine Mast-Rasse) über die Viehzentrale in Ulm mit 14 weiteren Artgenossen am Mittwochmittag auf dem Hof in Jedesheim angekommen. Beim Entladen aus dem Transporter nutzte das Tier einen Spalt zwischen Lastwagen und Stallwand, um zu entfliehen.

    Am Waldrand entlang gelangte das Jungtier an den Rand einer Wiese, auf der Kühe grasten. Dort ließ es sich nieder. Schmidberger holte nun einen Tierarzt zu Hilfe, der sich in die Nähe pirschte und aus einem Blasrohr eine Betäubungsspritze abfeuerte. Der Schuss traf, aber nicht perfekt. Das Rind gab Fersengeld. Augenzeugen sahen es in ein großes Maisfeld rennen. Landwirt Moll alarmierte die Feuerwehr. Die Stunde der Verfolger war gekommen. Man umzingelte das Rind, ein Tierarzt konnte eine Beruhigungsspritze anbringen und Bauer Schmidberger bugsierte das Rind wohlbehalten in den Viehtransporter. (rp, lor)

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