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Emershofen

21.08.2018

Landwirt verhindert Waldbrand

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Mit wassergefüllten Güllefässern unterstützten ortsansässige Landwirte die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten.
Bild: Wilhelm Schmid

Bei Emershofen hätte es am Montagabend zu einer Katastrophe kommen können. Doch ein aufmerksamer Bürger reagiert schnell.

Dieses Feuer hätte böse Folgen haben können: Ein schnell reagierender Landwirt und etwa fünfzig Feuerwehrleute haben am späten Montagabend einen Waldbrand nahe des Weißenhorner Stadtteils Emershofen verhindert.

Gegen 21.30 Uhr bemerkte ein Anwohner von Weitem, dass sich am östlichen Waldrand beim Reudelberg, etwa hundert Meter entfernt von der Autobahn A7 und zweihundert Meter südlich der Riedhofstraße, Flammen gebildet hatten. Er verständigte einen Landwirt in der Nachbarschaft, der anschließend mit seinem Auto zur Brandstelle fuhr, während seine Frau Alarm auslöste.

Er schlägt die Flammen mit Ästen aus

Der Landwirt begann, mit Ästen die Flammen auszuschlagen, die sich bereits auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern ausgebreitet hatten. „Das ging auch ganz gut“, berichtete er später. Bald erhielt der Mann Unterstützung durch die Feuerwehren aus Emershofen, Illerberg und Tiefenbach, die mit mehreren Löschfahrzeugen anrückten. Zunächst löschten die Einsatzkräfte mit Wasser aus ihren Tanks, dem Schaummittel in geringer Konzentration zugesetzt wurde. Dann kamen ortsansässige Landwirte mit wassergefüllten Güllefässern hinzu, sodass die betroffene Fläche gründlich bewässert werden konnte.

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Unter Einsatzleitung des Emershofer Kommandanten Werner Blum, den Kreisbrandinspektor Wilhelm Schneider aus Weißenhorn beriet, wurde auch die weitere Umgebung der Brandstelle bewässert. Mit einer Wärmebildkamera suchten die Feuerwehrleute nach möglichen weiteren Glutnestern. Nachdem diese Kontrolle ergebnislos verlief und die betroffene Fläche sowie deren Umfeld gründlich durchfeuchtet waren, konnten die Feuerwehren nach etwa einer Stunde wieder abrücken.

War eine Zigarettenkippe schuld am Brand?

Die Feuerwehrführung und die Beamten der Illertisser Polizei waren sich einig, dass ein größerer Waldbrand ausgebrochen wäre, wenn das Feuer nicht schon bald nach seiner Entstehung bemerkt worden wäre. Vermutungen zur Brandursache gingen dahin, dass wohl ein Spaziergänger schon einige Zeit zuvor von dem vorbeiführenden Feldweg aus eine glimmende Zigarettenkippe weggeworfen hatten, die den Brand ausgelöst haben könnte. Der oder die Unbekannte hätten in dem Fall sämtliche Warnungen missachtet, die seit Wochen wegen der anhaltenden Hitze immer wieder verbreitet werden. Glücklicherweise konnte das Feuer so schnell gelöscht werden, dass nach Angaben der Polizei kein Sachschaden entstand.

Lesen Sie hierzu auch: Waldbrände: Wie gut sind unsere Feuerwehren gerüstet?

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Unterwegs mit den Illertisser Waldbrand-Beobachtern
Bild: Jonathan Mayer
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