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Neu-Ulm: Der Weg für Continental nach Neu-Ulm ist frei

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Der Weg für Continental nach Neu-Ulm ist frei

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    Die Firma Continental zieht von Ulm nach Neu-Ulm. Der Bebauungsplan für den Gewerbecampus im Süden wurde einstimmig beschlossen.
    Die Firma Continental zieht von Ulm nach Neu-Ulm. Der Bebauungsplan für den Gewerbecampus im Süden wurde einstimmig beschlossen. Foto: Oliver Helmstädter (Archivfoto)

    Der Automobilzulieferer Continental kann bald von Ulm nach Neu-Ulm umziehen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat den Bebauungsplan „Gewerbe-Campus Filchnerstraße“ einstimmig beschlossen. Auf einem bislang unbebauten Grundstück im Ulmer Ried bei Ludwigsfeld soll ein Neubau entstehen, in dem künftig 700 Beschäftigte arbeiten. Conti möchte 2021 umziehen. Der Ulmer Standort in der Wissenschaftsstadt wird dann geschlossen. In Neu-Ulm wird der Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme gebündelt. Dort wird unter anderem die Hardware für autonome „Robo-Taxis“ entwickelt.

    Die Erschließung im Süden Neu-Ulms kostet fast zehn Millionen Euro

    Die Erschließung des Geländes beginnt noch in diesem Jahr. Die Filchnerstraße wird verlängert, die südliche Wegener Straße verbreitert. Für den ersten Teil der Arbeiten gibt die Stadt 3,3 Millionen Euro aus. Insgesamt belaufen sich die Erschließungskosten auf 9,8 Millionen Euro. Nördlich des Gewerbecampus sollen in wenigen Jahren mehr als 600 neue Wohnungen und Einfamilienhäuser gebaut werden. Das Baugebiet „Wohnen am Illerpark“ und das Conti-Grundstück sollen zusammengenommen ein Neu-Ulmer Modellquartier werden, in dem beispielsweise E-Carsharing, eine digitale Messstruktur und Antennen für die 5G-Technologie aufgebaut werden, die sehr schnelle Datenübertragung ermöglichen.

    Ebenerdige Parkplätze statt Parkdecks in Neu-Ulm geplant

    Ein Argument, das aus Sicht von Conti für den Standort Neu-Ulm sprach, war die Möglichkeit einer schrittweisen Entwicklung. Zunächst sollen Gebäude für 400 bis 500 Beschäftigte gebaut werden, später ist eine Erweiterung auf dem Areal möglich. Das ist auch der Grund, weshalb zunächst nur ebenerdige Parkplätze vorgesehen sind, wie Stadtbaudirektor Markus Krämer auf Anfrage der FDP-Fraktion erläuterte. Der Bebauungsplan ermögliche zwar den Bau von Parkdecks oder Tiefgaragen, schreibe diese aber nicht zwingend vor. „Wir sehen kein Problem dabei“, sagte Krämer. Denn bei einem späteren Ausbau bleibe diese Option ja erhalten. Die FDP zeigte sich dennoch enttäuscht darüber, dass nicht gleich flächensparende Parkdecks gebaut werden.

    Für Radfahrer soll es künftig in dem Gebiet zwischen Muthenhölzle und Ludwigsfeld direkte Wege in die Innenstadt und in die Weststadt geben. Entlang der Filchnerstraße, an der links und rechts Autos parken, sollen Radler künftig auf dem Gehweg fahren dürfen. Dieser wird dafür auf eine Breite von drei Metern ausgebaut.

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