Einen Rekord konnte Neu-Ulms Citymanager auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins „Wir in Neu-Ulm“ (Win) verkünden: Der gemeinsame Citygutschein von Ulm und Neu-Ulm ist „der erfolgreichste Gutschein in ganz Deutschland“ – gemessen an der Größe der beiden Städte, dem Umsatz durch den Gutschein und der Zahl der Einlösestellen. Der Gutschein gilt in über 400 Geschäften in der Doppelstadt, in Neu-Ulm sind es 100. Auch das ist ein Rekordwert, so Fuchs: Insgesamt seien beim Citygutschein so viele Händler dabei wie bei keinem vergleichbaren Angebot anderer Städte. Durch die komplette Beteiligung der Glacis-Galerie sind zudem auch Filialisten wie H&M dabei. „Das hat auch keiner sonst“, betonte Fuchs sichtlich stolz.
Besondere Geschenke und Artikel zum Neu-Ulmer Stadtjubiläum
In den vier Verkaufsstellen in Neu-Ulm wurden im vergangenen Jahr Gutscheine im Wert von 108395 Euro verkauft. In den 100 Neu-Ulmer Geschäften, die die Gutscheine annehmen, wurden Gutscheine im Wert von 220617 Euro eingelöst. Die Differenz der beiden Werte ergibt sich aus der Tatsache, dass viele Kunden, die ihren Einkaufsgutschein zwar in Ulm gekauft haben, aber in Neu-Ulm eingelöst haben. In Neu-Ulm hat sich so der Umsatz, der im vergangenen Jahr allein durch den Citygutschein gemacht wurde, im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent gesteigert. Für Fuchs liegt der Erfolg des Gutscheins in Neu-Ulm vor allem an der intensiven Bewerbung: „Viele Bürger wussten noch nicht, dass sie ihn auch in Neu-Ulm einlösen können.“
Beim Rückblick auf das vergangene Jahr berichtete Fuchs von den verschiedenen Aktionen, bei denen Win beteiligt war – und die allesamt erfolgreich abliefen. Auch für dieses Jahr steht viel auf der Agenda: Für das anstehende Stadtjubiläum Neu-Ulm soll es neben einer großen „Geburtstagsfeier“ in der Glacis-Galerie auch in verschiedenen Geschäften eine Fotoausstellung unter dem Motto „Früher und Heute“ geben. Zudem sind „identitätsstiftende Give Aways“ geplant. Sechs verschiedene Kollektionen soll es geben, jeden Monat eine neue erscheinen. Als Motiv sind unter anderem der Wasserturm oder eine verfremdete Darstellung Edwin Scharffs als Hip-Hopper unter den Entwürfen. Die Motive landen dann unter anderem auf Lippenpflegestiften, Tassen, T-Shirt, Stoffbeuteln oder sogar Babystrampler. Manche Artikel sollen kostenlos an Bürger verteilt, ein Teil soll aber auch verkauft werden.
Citymanager: Baustellen müssen positiv kommuniziert werden
Ebenfalls in Planung ist beim Verein das Projekt „Eine Tasse Kaffee bei...“. Hier können Handeltreibende interessierten Bürgern in zehn bis 15 Minuten ihren Betrieb vorstellen.
Seit Anfang des Jahres ist der Verein zum ersten Mal auch Mitglied im Baustellenkoordinierungsteam der Städte Ulm und Neu-Ulm. „Da bekommen wir alle Infos aus erster Hand, bevor sie überhaupt jemand öffentlich kennt“, so Fuchs. Ein weiterer Vorteil: Vermeidbare Überschneidungen von Baustellen werden frühzeitig bekannt – und eventuell können so auch eine kleine Verschiebung angeregt werden. Besonders positiv bewertet Fuchs die Schilder, die im Rahmen des Umbaus der Kreuzung Europastraße/Otto-Hahn-Straße aufgestellt wurden und den Verkehrsteilnehmer den Umleitungsweg zu den Händlern weisen. „Man braucht Baustellenmarketing“, machte Fuchs deutlich. Und weiter: „Eine Baustelle ist eine Veränderung – aber sie muss positiv kommuniziert werden.“
Auch auf Neu-Ulm kommen Großprojekte und riesige Baustellen zu
Jörg Behrens, Vorsitzender des derzeit 123 Mitglieder starken Vereins, betonte angesichts der anstehenden Großprojekte in Neu-Ulm: „Die Herausforderungen, die auf Neu-Ulm zukommen, sind gravierend.“ Als Beispiele nannte er den Südstadtbogen sowie die anstehenden Bauarbeiten am LEW-Gebäude, dem alten Parkhaus am Bahnhof sowie an der Reuttier und Memminger Straße. Er betonte: „Das alles, wo Ulm gerade mittendrin ist, werden wir noch bekommen.“