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Neu-Ulm: Startschuss für neue Senioren-Anlage

Neu-Ulm

Startschuss für neue Senioren-Anlage

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    Für die lange geplante Seniorenwohnanlage „Drei Taubenschläge“ war jetzt offizieller Spatenstich.
    Für die lange geplante Seniorenwohnanlage „Drei Taubenschläge“ war jetzt offizieller Spatenstich. Foto: Gerrit-R. Ranft

    Nach acht Jahren Überzeugungsarbeit, Verhandlungsgesprächen, Bittgängen, auch Enttäuschungen ist Neu-Ulms CSU-Stadträtin Ursula Hörger fast am Ziel: Jetzt beginnen die Bauarbeiten an der von ihr initiierten Seniorenwohnanlage „Drei Taubenschläge“ am östlichen Ortsrand Pfuhls. Gegen Ende kommenden Jahres soll sie fertig sein.

    „Ich freue mich, hier zu stehen“, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, ehe er am Freitagnachmittag gemeinsam mit weiteren Helfern den ersten Spatenstich zur Wohnanlage setzte. Mit anerkennendem Blick auf Stadtratskollegin Hörger bekannte Noerenberg, „dass diese Anlage wunderbar nach Pfuhl hineinpasst, das bisher in dieser Richtung unterversorgt war“. Dass eine derartige Einrichtung gebraucht werde, begründete der Oberbürgermeister mit der „stürmischen Entwicklung, die Neu-Ulm in diesen und den kommenden Jahren nimmt“. Der viel zitierte demografische Wandel werde auch für Pfuhl zu dramatischen Veränderungen führen. Hinzu komme, dass viele ältere Menschen aus dem Umland zurückkehrten, dass damit die Innenstädte eine Renaissance erlebten. Da sei es nur konsequent, ein Angebot wie die „Drei Taubenschläge“ bereitzustellen.

    Der für die Bauplanung verantwortliche, aus Offenhausen stammende Berliner Architekt Sven Cohrs machte vor allem die langwierige Suche nach dem geeigneten Bauplatz, aber auch dem richtigen Investor und Betreiber der Anlage für den großen Planungszeitraum verantwortlich. „Aber nachdem Ursula Hörger den Stein erst mal ins Rollen gebracht hatte, gab es letztlich kein Zurück mehr.“ Dem Oberbürgermeister gab Architekt Cohrs anerkennende Worte für die Arbeitsleistung des städtischen Bauamts mit auf den Weg ins Rathaus. „In solch einer Rekordzeit hätte das in Berlin niemand fertig gebracht.“

    Tadeusz Cymerman, dessen Essener Medical-Senioren-Park-Gruppe die Anlage „Drei Taubenschläge“ baut und anschließend betreibt, bezifferte die Summe der vorgesehenen Investitionen auf rund 17 Millionen Euro, zwölf fürs Pflegeheim, der Rest fürs Betreute Wohnen. Er rechnet mit 14 Monaten Bauzeit, sodass die Anlage vor Weihnachten 2016 bezugsfertig sein könnte. Obwohl Einzelheiten noch nicht verhandelt seien, setzte Cymerman die Preise für die Wohnungen im Pflegeheim auf 2500 bis 3500 Euro an – je nach Ausstattung und Größe. Zum Betreuten Wohnen, in dem Eigentums- wie auch Mietwohnungen vorgesehen sind, mochte er noch keine Angaben machen.

    Dass der Bedarf, zumindest aber das Interesse an altersgerechtem Wohnraum in Pfuhl groß ist, erfuhren Ursula Hörger und ihr Stadtratskollege Johannes Stingl noch am selben Abend. Der Museumsstadel, in den die Fraktion zum Informationsabend geladen hatte, erwies sich als zu klein. Architekt Cohrs und Investor Cymerman trugen ihre Planungen vor. Fragen des Publikums bezogen sich wesentlich auf den Baustil der Anlage, ihre Wohnungsausstattung, das Heizungssystem, die Preise. Cymerman versicherte, zum Bau der Anlage werde ausschließlich auf heimische Unternehmen zurückgegriffen. Die Ausschreibung der Gewerke erfolge nur lokal. Ein eigenes Büro werde der Investor Medical Senioren-Park-Gruppe in den nächsten Wochen in Pfuhl einrichten. Namen erster Interessenten wurden schon mal notiert, vorerst allerdings nur, um sie mit Informationsmaterial zu versorgen.

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