Kaum hatte der Ulmer Bauträger und Projektentwickler Realgrund einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, wurden auf der Großbaustelle des Neu-Ulmer Südstadtbogens die Kräne abgebaut. In den sozialen Netzwerken wurde daraufhin prompt spekuliert, dass dies ein schlechtes Zeichen für die Zukunft des Unternehmens sei.
Auf Anfrage unserer Zeitung widerspricht dem Patrick Wahren, der Restrukturierungsexperte und Wirtschaftsprüfer von SGP Schneider Geiwitz, vehement: „Die Kräne werden abgebaut, weil der Unternehmer den ersten Bauabschnitt wie beauftragt fertig gestellt hat. Ein normaler Vorgang und unabhängig von der Insolvenz“, sagt der Handlungsbevollmächtigte.
Der Neu-Ulmer Südstadtbogen ist eines der größten Bauprojekte in der Region. 450 neue Wohnungen, ein 13-stöckiges Hochhaus, 850 Parkplätze im Untergrund sollen bei Gesamtkosten von 140 Millionen Euro unweit der Glacis-Galerie entstehen. Wie es mit dem Projekt weiter geht, soll bei einem Treffen mit den Investoren besprochen werden. (heo)
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