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Neu-Ulm

08.03.2019

Neu-Ulm hat jetzt eine Stadtschreiberin

Sie soll Neu-Ulm in Buchform bringen: die Schriftstellerin Constance Hotz bei einer Lesung.
Bild: Sammlung Constance Hotz

Constance Hotz soll das große Stadtjubiläum literarisch begleiten. Die 1954 geborene Autorin hat schon früher bewiesen, dass sie die Atmosphäre eines Ortes einfangen kann.

Ab sofort hat Neu-Ulm eine Stadtschreiberin. Constance Hotz ist die erste ihrer Art in der Donaustadt und hat kürzlich ihr Domizil auf Zeit in der Innenstadt bezogen. Von März bis Ende Juni wird sie anlässlich des 150. Stadtjubiläums in der Stadt leben und arbeiten. Sie will eintauchen in das Leben in der Stadt, Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern knüpfen, Jubiläumsveranstaltungen besuchen und begleiten und sich auch an den Literaturveranstaltungen im Rahmen des Jubiläums beteiligen.

Hotz wurde 1954 in Müllheim/Baden geboren. Sie hat Germanistik und Anglistik in Konstanz und Bristol (England) studiert. Seit dem Jahr 1989 arbeitet sie als Werbetexterin. Seit dem Jahr 2011 ist sie in diesem Bereich selbständig. Dazu verfasst und publiziert sie seit 1989 Essays und Kurzgeschichten. Sie lebt am Bodensee, darüber hinaus legt sie seit 1997 regelmäßig Schreibaufenthalte in Val Müstair im Schweizer Engadin ein. Seit dem Jahr 1999 ist Hotz Mitglied der Meersburger Autorenrunde. Im Jahr 2007 hat sie ihren Roman „Vier Tage im März“ veröffentlicht. Dieser handelt von einer Fotografin, die wegen starken Schneefalls in Müstair eingeschlossen wird und stößt dort auf ein lange verschüttetes Geheimnis, das mit ihrem eigenen Leben zu tun hat.

Die Ausschreibung stand unter dem Motto "Aufbruch"

Für die Stadtschreiber-Stelle ausgewählt wurde Hotz von einer sechsköpfigen Jury ausgewählt. Dabei setzte sie sich gegen zehn Mitbewerber aus ganz Deutschland und Österreich durch. Die Juroren, selbst Autoren, Buchhändler, Blogger und belesene Neu-Ulmer, lobten in ihrer Entscheidung vor allem Hotz’ Fähigkeit, „kleinste Details hochpräzise wiederzugeben“ und „sich sensibel in die Eigenarten und die Atmosphäre eines Ortes einzufühlen“. Die Ausschreibung stand unter dem Motto „Aufbruch“, dieses soll auch ein Leitfaden für die Arbeit der Stadtschreiberin sein.

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Die hat bereits begonnen: Hotz wird ihre Erfahrungen in Neu-Ulm in einem Blog unter stadtschreiberinneuulm.wordpress.com schildern. Darüber hinaus bildet ihre Zeit in der Stadt auch die Grundlage für ein Buch über Neu-Ulm. Erhältlich sein soll dieses ab dem 7. April 2020. Also genau ein Jahr, nachdem das 150. Stadtjubiläum Neu-Ulms eröffnet wurde.

Offiziell vorgestellt wird Hotz am Mittwoch, 10. April, um 19.30 Uhr im Foyer des Edwin-Scharff-Museums. Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungsreihe „Literatur an außergewöhnlichen Orten“ gibt es am Donnerstag, 13. Juni, um 19.30 Uhr zudem ein Werkstattgespräch mit ihr in den Räumlichkeiten der Firma Wilhelm-Mayer-Nutzfahrzeuge. (az)

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