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Open Air: Es gibt nur einen David Guetta

Open Air

Es gibt nur einen David Guetta

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    Der Weltstar auf seiner Kommandobrücke: David Guetta, hier im Glitterregen, war auch beim zweiten „SommerTagTraum“ der Magnet für die Massen – und lieferte seinen Fans eine euphorisierende Dosis seines erfolgreiches Trademark-Sounds. 20000 waren es gestern, die in der Friedrichsau mit dem Franzosen feierten. Wenn er das nächste Mal komme, so versprach er gegen Ende der Show, würden es 30000 sein.
    Der Weltstar auf seiner Kommandobrücke: David Guetta, hier im Glitterregen, war auch beim zweiten „SommerTagTraum“ der Magnet für die Massen – und lieferte seinen Fans eine euphorisierende Dosis seines erfolgreiches Trademark-Sounds. 20000 waren es gestern, die in der Friedrichsau mit dem Franzosen feierten. Wenn er das nächste Mal komme, so versprach er gegen Ende der Show, würden es 30000 sein.

    Ulm Träumen kann man auch ohne Sommer: Über 20000 Besucher erlebten am Vatertag den „SommerTagTraum“ bei Sonne, aber frischen Temperaturen. Das Open Air in der Friedrichsau war ein friedliches Fest (hier viele Bilder). Die Magie der Premiere erreichte die zweite Auflage jedoch nicht, der eher nüchterne Ulmer Volksfestplatz konnte atmosphärisch nicht mit den grünen Hügeln des Wiley mithalten. Die größte Party des Jahres in Ulm und Umgebung war sie aber zweifellos.

    Ein bisschen Guetta schwebte über dem ganzen Tag: Schon die DJs am Nachmittag passten sich mehr oder weniger nahtlos dem an, was abends vom Superstar aus Frankreich zu erwarten war: Der von ihm maßgeblich geprägte House-Hybrid, aufgepumpt auf Überlebensgröße, garniert mit Rock-Attitüde, Trance-Synthesizern und eingängigen Pop-Melodien, ist eben nicht nur im Radio allgegenwärtig.

    Ein bisschen aus der Reihe fiel nur der Franzose Martin Solveig, der dem Power-Elektro-House seines Landsmannes mit einigen Prisen Heavy-Metal-Dubstep à la Skrillex und blumigen Pop-Exkursen anreicherte. Die große Euphorie blieb da – trotz der dann noch angenehmen Temperaturen – noch aus, ebenso wie bei der Band Frida Gold, deren gefühliger Pop vor der Masse von Feierwilligen eher schweren Stand hatte. Es ist auch komisch, vor Tausenden Feierbiestern zu klagen, „Verwirrt und allein“ zu sein. Mit ihrer blau-schwarzen Perücke und ihrem knappen Retro-Outfit hätte sich Sängerin Alina Süggeler mühelos den Go-Go-Tänzerinnen anschließen können, die den ganzen Tag über zu den verschiedenen DJ-Sets auf der Bühne zappelten.

    Es war wohl die Erwartung späterer Großtaten, die die Besucher abwarten ließ. An der Zahl lag es nicht: Schon vormittags bildeten sich Schlangen am Eingang, der Platz war schon in der Mittagszeit sehr gut gefüllt, auch an den Verkaufsständen und Toiletten drängten sich die Menschen. Gravierende Probleme gab es bis zum Abend aber keine.

    Mit der relaxten Stimmung war es aber vorbei, als der nach der Absage von Flo Rida ins Programm kurzfristig gehievte Avicii ans Mischpult ging; der schwedische Produzent und DJ, der gestern backstage zwischen Bühne und Abreise noch schnell eine Platin-Schallplatte für seine Single „Levels“ abstaubte, zeigte, warum er inzwischen auch in der Champions League der Discjockeys spielt: Seine Track-Auswahl erwies ihn als nahezu perfekten Guetta-Klon – nur über 20 Jahre jünger. Taio Cruz, ganz in Schwarz gekleidet, konnte da mühelos anknüpfen. Von „Break Your Heart“ bis zur Kater-Hymne „Hangover“ klang seine Halbplayback-Show wie ein Charts-Sampler – ohne Cruz geht eben nichts mehr in der Hitparade. Das bewiesen auch die mitsingenden Besucher, die sich als überaus textsicher erwiesen.

    Das Finale gebührte dann dem Einen: David Guetta, der unter Donnern und Hubschrauberknattern auf die Bühne kam, mit seinem 2011er Hit „Titanium“ loslegte – und sich sichtbar über die Kulisse freute. „It is incredible“ rief er den Massen entgegen, bevor sich wieder unter seinen weißen Kopfhörer verkroch – und, begleitet von Vektorgrafik-Animationen auf der riesigen LED-Wand, unterstützt von züngelnden Flammen und Salven aus der Glitter-Kanone, seinen Trademark-Sound in die Dämmerung hinausschickte. Guetta spielt Guetta. Das Original. Nichts anderes erwarten seine Fans.

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