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Grafertshofen

27.11.2019

SPD Weißenhorn steht hinter Wolfgang Fendt

Wollen weiterhin zusammenarbeiten: Wolfgang Fendt (links) und SPD-Ortsvorsitzender Herbert Richter.
Foto: Noll

Der Ortsverein nominiert den amtierenden Bürgermeister als Kandidaten für die Wahl im März 2020. Dieser erzählt, welche Themen ihm wichtig sind.

Im Bestreben, Weißenhorn und seine Ortsteile weiter voranzubringen, setzt die SPD auf Kontinuität. Sie möchte die aus ihrer Sicht bislang sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Wolfgang Fendt als Bürgermeister fortsetzen. Das unterstrichen die Genossen im Ortsverein am Montag mit klarem Votum: Alle 14 anwesenden Wahlberechtigten stimmten im Gasthof zur Rose in Grafertshofen dafür, den amtierenden Rathauschef als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im März 2020 zu nominieren.

Seit 1982 habe die SPD zusammen mit WÜW einen parteilosen Bürgermeister gestellt, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Herbert Richter. Zunächst war das Heinz Berchtenbreiter, seit 2006 Fendt. Aus Sicht der SPD könne man das wieder so machen, sagte Richter. Der entsprechenden Beschluss wurde am Montagabend ebenfalls getroffen. Als Fraktionsvorsitzender der SPD im Weißenhorner Stadtrat weiß Richter: Nur mit anderen Fraktionen zusammen kann man eine Mehrheit finden, um ein Vorhaben umzusetzen. Das setze Dialogbereitschaft voraus, ergänzte er. Der Leitspruch der SPD laute: Gemeinwohl vor Einzelinteressen.

Diese Themen will Wolfang Fendt in Weißenhorn voran bringen

Wohnen, Bildung, Arbeiten, Klima- und Umweltschutz, Daseinsfürsorge – diese Themen seien die kommunalpolitischen Schwerpunkte der SPD für die nächsten sechs Jahre, sagte Richter. Das deckt sich mit den Vorstellungen des Rathauschefs, der zu Beginn seiner Rede aber auch betonte, dass das Klima in der Gesellschaft härter geworden sei. „Der Umgang mit manchen Menschen ist nicht mehr das, was man sich vorstellt.“ Gleichwohl sagte Fendt: Die Politik müsse sich verändern, damit die Leute sehen, dass man sich um sie kümmere.

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum nannte der Bürgermeister als wichtigste Aufgabe für die nächsten Jahre und erhielt dafür auch viel Zustimmung bei der Versammlung. „Wenn es uns nicht gelingt, den Menschen bezahlbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen, dann haben wir ein gesellschaftliches Problem“, sagte Fendt. Die Stadt und die Weißenhorner Wohnungsbaugesellschaft würden schon einiges unternehmen, ein Projekt der WGW sei der Bau von zwei Häusern mit jeweils zwölf Wohnungen im künftigen Baugebiet Nord. „Ich glaube: Je mehr Wohnungen wir haben, umso mehr kommt der Druck aus dem Mietmarkt“, ergänzte der Rathauschef.

Feuerwehr und Heimatmuseum haben derzeit Vorrang

Fendt will sich weiterhin auch für die Stiftungsklinik einsetzen. „Wir haben gesagt: Wenn die erhalten wird, dann stellen wir Erweiterungsflächen zur Verfügung.“ Diese seien in direkter Nachbarschaft vorhanden, allerdings müsse man dann wiederum den Kleingärtnern ein Grundstück anbieten. Die Erweiterungsfläche der Klinik lässt sich aus Sicht von Fendt langfristig auch in ein Naherholungsgebiet integrieren, das einmal von Hegelhofen bis zum Freibad reichen soll. Nicht nur Spaziergänger und Freizeitsuchende sollten diese Fläche nutzen können, sondern auch Radfahrer, die dann ohne anzuhalten die Stadt durchqueren könnten, fügte er hinzu.

Gespräche gebe es Anfang Dezember in Sachen Tagespflege auf der östlichen Hasenwiese, berichtete Fendt weiter. Er gehe davon aus, dass das Bauprojekt im nächsten Frühjahr beginne. Und in drei Jahren soll der Bypass von der Illerberger Straße zur Südtangente kommen. Das hätten Gespräche mit der Feuerwehr und dem Staatlichen Bauamt ergeben.

Auf Nachfrage von SPD-Stadtrat Josef Zintl äußerte sich der Amtsinhaber auch zum Umbau der Schranne, die eines Tages die Stadtbücherei beherbergen könnte. Das Projekt sei wichtig, „aber man braucht die Kapazitäten, es ernsthaft zu machen“, sagte der Bürgermeister. Immerhin sollen im nächsten Jahr ersten Planungsschritte erfolgen. Doch andere millionenschwere Vorhaben wie die neue Feuerwehr und der Umbau des Heimatmuseums haben Fendt zufolge derzeit Vorrang.

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