Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Senden
Icon Pfeil nach unten

Senden: Das wollte das Publikum von den Kandidaten in Senden wissen

Senden

Das wollte das Publikum von den Kandidaten in Senden wissen

  • |
  • |
  • |
    Besucher wollten unter anderem wissen, wie die Kandidaten zu Begrünung in der Innenstadt und zur Arbeitsweise nach der Wahl stehen.
    Besucher wollten unter anderem wissen, wie die Kandidaten zu Begrünung in der Innenstadt und zur Arbeitsweise nach der Wahl stehen. Foto: Alexander Kaya

    Die Zusammenarbeit von Stadtrat, Stadtspitze und Verwaltung beschäftigt viele Frauen und Männer in Senden, das wurde bei der Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Bürgerhaus deutlich.

    Schon vor dem Abend sammelte unsere Redaktion Fragen aus der Bürgerschaft. Die häufigste war an Amtsinhaber Raphael Bögge gerichtet, der für die Liste „Gemeinsam für Senden“ antritt: Wie würde er Stadtpolitik gestalten, wenn er wiedergewählt wird? Er wolle den Weg der Kommunikation fortsetzen, betonte Bögge, und nannte aktuelle Beispiele, bei denen es regen Austausch gegeben habe. Es könne aber auch manches besser laufen. SPD-Kandidatin Maren Bachmann sagte, das Miteinander müsse besser werden. Sie kritisierte die Arbeitsweise des Rathauschefs. „Deswegen kandidieren wir auch, weil wir einen Wechsel wollen“, sagte Bachmann und bezog CSU-Bewerberin Claudia Schäfer-Rudolf mit ein. Die betonte, die Stadträte hätten ein äußerst vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Aber der Bürgermeister habe Informationen nur spärlich weitergegeben. Das hätten auch externe Partner gemerkt und die Stadträte entgegen der Gepflogenheiten teilweise direkt mit Auskünften versorgt. Beide Frauen versprachen: Eine Fundamentalopposition werde es auch dann nicht geben, wenn Bögge Bürgermeister bleibe.

    Kommunalwahl in Senden: Fragen an Maren Bachmann, Raphael Bögge und Claudia Schäfer-Rudolf

    Eine Besucherin fragte Raphael Bögge, warum er seine Mehrheit im Rat verloren habe. Aus 19 zu elf sei 30 zu null geworden. Der Eindruck sei falsch, widersprach der Bürgermeister. Viele Entscheidungen seien gemeinsam getroffen worden.

    Der Live-Blog zum Nachlesen: Podiumsdiskussion zur Bürgermeister-Wahl in Senden hier live mitverfolgen

    Eine andere Frau wollte wissen, wie die Kandidaten zu Natur in der Stadt stehen. Der Stadtpark sei die grüne Lunge Sendens, sagte Bachmann, doch man könne einiges verbessern. Bögge regte Wildblumen an Bauminseln und mehr Bäume auf Schulhöfen an. Gärten dürften nicht zu Betonwüsten verkommen und Landwirte müssten einbezogen werden. Schäfer-Rudolf sah in der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds und an der Iller große Chancen für eine Begrünung der Stadt.

    Ein Bürger kritisierte die Überlegungen zur Osttangente. „Wir Wullenstetter ersaufen im Verkehr“, sagte er und forderte eine längere Trasse. Doch die Kandidaten waren sich schon zuvor einig gewesen und betonten auch jetzt wieder: Bis zum Bau der Tangente werde viel Zeit vergehen und sie könne nicht der einzige Weg sein, um Entlastung für den Verkehr zu schaffen. Ein anderer Besucher fragte, warum Raphael Bögge auf Kosten der Stadt Rhetorik-Kurse belegt habe. Kurz vor der Wahl habe das ein Gschmäckle. Die Rechtsaufsicht sehe kein Gschmäckle, entgegnete der Bürgermeister. Maren Bachmann erkannte in den Kursen keine fachliche Grundausbildung für Bürgermeister. Und Claudia Schäfer-Rudolf sagte, die Begründung, Bögge brauche die Rhetorikkurse für Grundstücksverhandlungen, sei nicht für jeden nachvollziehbar.

    Lesen Sie auch: Kommunalwahl: Jetzt fühlen wir den Kandidaten auf den Zahn

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden