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Sieger: Fast 100 Prozent für Mathias Stölzle

Sieger

Fast 100 Prozent für Mathias Stölzle

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    Ein Stückchen Torte für den Sieger: Mathias Stölzle (links) ist neuer Bürgermeister in Roggenburg, sein Vorgänger Franz-Clemens Brechtel gratuliert.
    Ein Stückchen Torte für den Sieger: Mathias Stölzle (links) ist neuer Bürgermeister in Roggenburg, sein Vorgänger Franz-Clemens Brechtel gratuliert. Foto: M. Deger

    „Einfach überwältigt“ war Roggenburgs neuer Bürgermeister Mathias Stölzle, als die Zahlen der sieben Roggenburger Ortsteile im Rathaus eingingen. Fast 100 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme. Das ist das deutlichste Wahlergebnis im gesamten Landkreis Neu-Ulm: „Ich freue mich mit ihm, denn er ist ja mein Wunschkandidat,“ sagte der noch amtierende Bürgermeister Franz-Clemens Brechtel, als er seinem designierten Nachfolger mit einem Blumenstrauß gratulierte und die Siegestorte anschnitt.

    Brechtel stand der Gemeinde Roggenburg 18 Jahre vor, Stölzle war in dieser gesamten Zeit sein geschäftsleitender Beamter. Der in Erbishofen wohnende Vater von drei Kindern bleibt also, zumindest was seinen täglichen Weg zur Arbeit betrifft, auf eingeschlagenen Pfaden. Das will er jedoch nicht auf seine Amtsführung übertragen wissen. „Bürgermeister Brechtel hat ordentlich Fahrt vorgelegt. Ich werde in seinem Sog Fahrt aufnehmen um dann eigene Ideen mit klarem Blick zu verwirklichen“, sagte der glückliche Wahlsieger gestern Abend. „Dass dies auf der Grundlage einer erfolgreichen Gemeindepolitik leichter ist als auf einem kommunalpolitischen Scherbenhaufen, gebe ich gerne zu“, fügte er lachend hinzu.

    Wie Brechtel versteht sich Stölzle als kommunalpolitisch Verantwortlicher für alle Roggenburger Ortsteile, von deren freien Wählergruppen er zusammen mit dem CSU-Ortsverband als Bürgermeisterkandidat nominiert worden war. Stölzle empfindet es als Vorteil, dass im Roggenburger Gemeinderat keine Parteientscheidungen werden müssen, da alle Gemeinderäte Mitglieder von Ortsteillisten sind.

    Trotzdem sei Ortsteildenken im Roggenburger Gemeinderat nicht spürbar, da dort alle an einem Strang zögen. Sein Wahlergebnis sieht Stölzle als „ungeheueren Vertrauensvorschuss.“ Er ist überzeugt, dass er diesem mit einer „tollen, effektiven Verwaltung und mit dem neuen Gemeinderat“ gerecht werde.

    Von seiner Arbeit als geschäftsführender Beamter wisse er jedoch, „dass man nicht jedem Wunsch gerecht werden kann und Entscheidungen selten nach dem Gießkannenprinzip gefällt werden können“. Trotzdem werde er versuchen, über die Pflichtaufgaben hinaus das Machbare zu tun und das Mögliche zu verwirklichen. Auch in der Kommunalpolitik gelte die alte Weisheit „gemeinsam sind wir stark.“

    Im Roggenburger Gemeinderat hat sich viel verändert: Neun von 14 Mitgliedern wurden gestern neu gewählt.

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