Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. So will Katrin Albsteiger Oberbürgermeisterin werden

Neu-Ulm

07.08.2019

So will Katrin Albsteiger Oberbürgermeisterin werden

Katrin Albsteiger tritt 2020 für die CSU als OB-Kandidatin in Neu-Ulm an. Bei der Nominierungsversammlung im Salon Moto feierten die CSU-Mitglieder die 35-jährige Hoffnungsträgerin der Partei. Im Bild gratuliert ihr Beate Merk, links applaudiert Oberbürgermeister Gerold Noerenberg seiner möglichen Nachfolgerin.
Bild: Horst Hörger

Plus Die CSU-Kandidatin möchte Neu-Ulm zur „liebenswertesten Stadt Deutschlands“ machen. Welche Schwerpunkte sie setzt und für welchen Politikstil sie steht.

Im Laufe ihrer Bewerbungsrede sprach Katrin Albsteiger nicht nur immer schneller, sondern ließ auch ihren Gefühlen freien Lauf. Ihre Begeisterung übertrug sich auf ihre Parteifreunde – und die dankten es ihr mit stürmischem Applaus und einem fulminanten Wahlergebnis von 98 Prozent.

Lesen Sie dazu einen Kommentar: OB-Wahlkampf: Das war ein guter Start für Katrin Albsteiger

Albsteiger hat die Mitglieder des CSU-Stadtverbands überzeugt und wird nächstes Jahr bei der Oberbürgermeisterwahl in Neu-Ulm für die Christsozialen ins Rennen gehen. „Es fühlt sich so an, als ob das genau das Richtige ist“, drückte die 35-Jährige ihre Gefühlslage auf dem eingeschlagenen Weg aus – mit dem Ziel, den Chefsessel im Neu-Ulmer Rathaus zu erobern.

So will Katrin Albsteiger Oberbürgermeisterin werden

"Neu-Ulm ist unheimlich modern, frisch und neu"

„Neu-Ulm soll in 20 Jahren die liebenswerteste, attraktivste und lebenswerteste Stadt in Deutschland sein“, beschrieb Albsteiger ihre Zukunftsvision. Dafür will sie auf dem Vorhandenen aufbauen: „Neu-Ulm geht’s gut, man fühlt sich einfach wohl hier“, schwärmte sie über die Stadt, in der sie zwar nicht geboren, aber aufgewachsen ist. „Neu-Ulm ist unheimlich modern, frisch und neu.“ Jedoch dürfe man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. „Es stellt sich die Frage, ob wir auch in 20 Jahren noch so gut leben können. Das haben wir in der Hand.“

Albsteiger setzt sich für kostenlosen Nahverkehr ein

Die frühere Bundestagsabgeordnete nannte eine Reihe von Schwerpunkten, die sie setzen will. „Wir brauchen ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für alle Verkehrsteilnehmer“, lautete einer davon. Dazu gehörten neue Konzepte wie eine Seilbahn, aber auch Carsharing – und ein umlagefinanzierter, kostenloser ÖPNV. Ein Umstieg auf alternative Fortbewegungsmittel werde nur mit Angeboten funktionieren, nicht mit Verboten.

"Neu-Ulm plastikfrei – ja, warum nicht?"

Die Herausforderungen seien vielfältig. „Neu-Ulm wächst, Neu-Ulm explodiert gerade zu“, sagte Albsteiger. Deshalb müsse die Stadt mehr Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und mehr Freizeitmöglichkeiten schaffen. Dazu brauche die Politik die Unterstützung der heimischen Unternehmen. „Ich möchte ein Förderprogramm für Betriebskindergärten starten“, kündigte die CSU-Politikerin an. „Wir brauchen neue Wohnräume, neue Häuser.“ Dabei solle möglichst klimafreundlich gebaut werden. Beim Thema Umweltschutz könne jeder etwas machen, die Stadt müsse aber mit gutem Beispiel vorangehen. „Ich will für jedes neu geborene Kind einen Baum pflanzen“, sagte Albsteiger und meinte außerdem: „Neu-Ulm plastikfrei – ja, warum nicht?“ Ein Klimaschutzbeirat als beratendes Gremium täte ihrer Ansicht nach der Stadt gut.

Digitalisierung als Chance für die Neu-Ulmer Stadtentwicklung

Die Digitalisierung biete große Chancen für die Stadtentwicklung, sei es in der Verwaltung, in der Mobilität oder in den Schulen. Auf der anderen Seite dürfe der persönliche Kontakt nicht zu kurz kommen. „Das Miteinander der Gesellschaft darf nicht auf der Strecke bleiben“, forderte Albsteiger. „Weniger ich, mehr wir: Das ist mir ein großes Herzensanliegen.“

Um die Kinder kümmert sich der Mann

Überhaupt will sie möglichst alle mitnehmen, wie die 35-Jährige betonte: „Mehr Dialog, mehr Zusammenarbeit, mehr Zuhören“, habe sie sich vorgenommen. „Wir wollen gemeinsam in ein neues Jahrzehnt gehen, alle zusammen.“ Das schließt auch ihre Familie mit ein, die sie bei ihrer Kandidatur unterstützt. Deshalb ist Albsteiger, die sich als „gnadenlose Optimistin“ bezeichnete, zuversichtlich, dass sie auch als Mutter zweier kleiner Kinder die vielfältigen Aufgaben als Oberbürgermeisterin bewältigen könnte: „Mein Mann sorgt dafür, dass es ihnen gut geht“, sagte sie hörbar gerührt über ihre Töchter.

Was Beate Merk über Katrin Albsteiger sagt

Zuvor hatten mehrere Redner dargelegt, warum „die Katrin“ aus ihrer Sicht die Richtige für das Oberbürgermeisteramt ist. Darunter war die Landtagsabgeordnete Beate Merk, Albsteigers Vor-Vorgängerin – zumindest als OB-Kandidatin. Albsteiger bringe mit, was man für das Amt brauche: „Die Kompetenz, die Leistungsbereitschaft, die Ideen.“ Merk betonte außerdem, dass eines dafür unerlässlich sei: „Man muss die Menschen wirklich mögen.“

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg ruft CSU zu Geschlossenheit auf

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg rief seine Partei zur Geschlossenheit auf: „Wir waren immer dann stark, wenn wir uns einig waren“, sagte der 62-Jährige, dessen Nachfolgerin Katrin Albsteiger werden möchte. „Darum bitte ich Sie: Dass wir heute rausgehen und einen intensiven, leidenschaftlichen Wahlkampf machen.“ Die CSU könne auf das in Neu-Ulm Erreichte stolz sein: „Ich bin überzeugt, wir haben einen klasse Job gemacht. Und ich bin sich, die nächste Generation wird es auch machen.“ Die CSU stellte in den vergangenen 42 Jahren das Neu-Ulmer Stadtoberhaupt. Auf Peter Biebl folgten Beate Merk und Gerold Noerenberg – nun soll Katrin Albsteiger die Reihe fortsetzen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Katrin Albsteiger will Oberbürgermeisterin werden

Der OB-Wahlkampf in Neu-Ulm ist eröffnet

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg tritt nicht mehr an

Keine weitere Kandidatur: Das Bürgermeister-Beben geht weiter

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren