Neu-Ulm Junge Menschen und Frauen, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind und deshalb Probleme haben, ihren Platz etwa in der Schule oder im Berufsleben zu finden, werden mithilfe des Integrationsprogramms „Stärken vor Ort“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. In den letzten drei Jahren wurden in Neu-Ulm mit 39 Projekten im Rahmen des Programms einige Erfolge erzielt.
Vor Kurzem präsentierten die Koordinierungsstelle mit Gabriele Schilder, die Mikroprojektträger und einige Teilnehmer die Einzelprojekte sowie einen Rückblick auf den Programmverlauf im Neu-Ulmer Rathaus. Besonders die Ergebnisse der künstlerischen und handwerklichen Projekte im Rahmen von „Stärken vor Ort“ fanden in der Öffentlichkeit viel Anerkennung. Beschrieben werden die einzelnen Projekte und ihr Ablauf, aber auch interessante Kunstwerke, Werkstücke und Bilder sind zu sehen. „Ich bin begeistert von den Projekten und Ergebnissen, die hier präsentiert werden“, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in seiner Eröffnungsrede. Es sei sehr wichtig, benachteiligte Jugendliche und Frauen aktiv zu unterstützen und zu integrieren. Das stärke nicht nur den Einzelnen, sondern die gesamte Gesellschaft.
Auch die Leiterin der Koordinierungsstelle Gabriele Schilder ist überzeugt, dass mit den Projekten ein wichtiger Beitrag zur Integration benachteiligter junger Menschen und Frauen geleistet werden konnte. Einen Job gefunden haben zum Beispiel einige Frauen, die am Computerkurs teilgenommen haben.
„Stärken vor Ort“ ist ein Programm, mit dem klar definierte Gebiete, zum Beispiel Stadtgebiete, gefördert werden. Welche Gebiete gefördert werden, wird auf Grundlage eines lokalen Aktionsplans entschieden. In Neu-Ulm wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal der Antrag zur Aufnahme in die Förderung durch das Programm für die Sozialen Stadtgebiete – das Vorfeld und die Innenstadt Ost – gestellt. Die Förderung wurde mit dem maximalen Betrag von 100000 Euro bewilligt. Jedes der geplanten Projekte war mit maximal 10000 Euro förderfähig. In den Folgejahren wurde jährlich ein neuer Förderantrag eingereicht und der Aktionsplan fortgeschrieben.
Heuer endet die Förderung durch „Stärken vor Ort“, da für das Programm eine Laufzeit von drei Jahren geplant ist. Im Konzept des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist vorgesehen, dass das Entstehen von sozialen Maßnahmen durch das Programm angeregt wird und sie sich etablieren sollen. Nachdem die Förderung endet, sollen diese Projekte von örtlichen Institutionen weiter-geführt werden.(az)
Info Die Ausstellung im Neu-Ulmer Rathaus ist noch bis 20. Januar 2012 zu sehen.