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Theaterfestival: Bühnenklassiker auf Normalmaß gestutzt

Theaterfestival

Bühnenklassiker auf Normalmaß gestutzt

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    Theater-Mitbetreiber Heinz Koch zeigt beim Festival seinen "fast Faust".
    Theater-Mitbetreiber Heinz Koch zeigt beim Festival seinen "fast Faust". Foto: Foto: Alexander Kaya

    Neu-Ulm Nicht auf die Größe, sondern auf die Kreativität kommt es an: Am Donnerstag, 15. März, beginnt das „1. Neu-Ulm Pocketklassiker“, bei dem große Bühnenstoffe in kompakten Versionen zu sehen sind. Egal ob „Faust“, „Die Räuber“ oder „Hamlet“ – bis Sonntag, 25. März, sind die Klassiker im Neu-Ulmer AuGuS-Theater in so charmanten wie gewitzten Mini-Versionen zu sehen. Ein letzter Abgesang auf den Konzertsaal, den die beiden Theatermacher Heinz Koch und Claudia Riese Ende Juni endgültig räumen werden.

    Das Festival ist laut Organisator Koch das erste dieser Art im deutschsprachigen Raum. Insgesamt acht Stücke werden dort gezeigt, zu Gast sind Schauspieler aus ganz Deutschland (siehe Infokasten). Das Neu-Ulmer Theater selbst beteiligt sich mit seinen Produktionen „fast Faust“ und „Willis wilde Weiber“ am Programm, wenn auch außer Konkurrenz. Eine Jury unter dem Vorsitz der Hamburger Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Angélique Duvier bestimmt dann den Gewinner, der mit dem „Steinle Pocketklassiker-Award“ ausgezeichnet wird.

    Bereits seit Monaten arbeitet Koch am Programm des Festivals, das nach seinen Aussagen sofort auf Begeisterung bei den angefragten Künstlern gestoßen sei. „Praktisch alle haben auf Anhieb zugesagt“, sagt der 66-jährige Theatermacher. „Und alle wären bei einer Neuauflage wieder mit dabei.“ Zusätzlich hat Koch noch weitere Pocket-Spezialisten im Blick, etwa Stefan Kaminski aus Berlin, der unter dem Titel „Kaminski on air“ Wagners gesamten „Ring“ sozusagen als Live-Hörspiel auf der Bühne darbietet.

    Doch wann und ob es eine Fortsetzung geben wird, hängt in erster Linie vom Erfolg der ersten Ausgabe ab – und schon die ist für Koch und seine Mitstreiter ein Mammutprojekt. „Eine kulturelle Privatinitiative in dieser Größe hat in Neu-Ulm noch nie stattgefunden“, sagt der Organisator. „Meines Wissens auch nicht in Ulm.“ Der Gesamtetat des Festivals beträgt rund 35000 Euro, 10500 Euro kommen von Sponsoren, weitere 5000 Euro voraussichtlich vom Kulturfonds Bayern. Der Rest, so Koch, müsse über die Veranstaltungen eingespielt werden.

    Karten für alle Vorstellungen des Festivals gibt es im Büro des AuGuS-Theater Neu-Ulm, Friedenstraße 14, geöffnet Freitag und Mittwoch, 11 bis 13 Uhr, Telefon: 0731/553412. Weitere Informationen im Internet unter pocketklassikerfestival.wordpress.com

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