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Ulm: 20 Millionen Euro für Sanierung des Donaustadions?

Ulm

20 Millionen Euro für Sanierung des Donaustadions?

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    Damit im Ulmer Donaustadion wieder wichtige Leichtathletik-Meisterschaften ausgetragen werden können, ist eine Sanierung nötig. Unser Bild zeigt eine Interviewszene bei der Deutschen Meisterschaft 2013.
    Damit im Ulmer Donaustadion wieder wichtige Leichtathletik-Meisterschaften ausgetragen werden können, ist eine Sanierung nötig. Unser Bild zeigt eine Interviewszene bei der Deutschen Meisterschaft 2013. Foto: Alexander Kaya

    Altehrwürdig ist es, wenn man es positiv formulieren will. Einfach nur arg alt, wenn man die Fakten sieht: Die Ulmer Stadtverwaltung geht nach bisherigem Stand und Angaben von Jürgen Filius, dem Landtagsabgeordneten der Grünen, von einem Kostenvolumen für eine Rundumsanierung von etwa 20 Millionen Euro aus.

    Der neue Gemeinderat hat auf der Klausurtagung jüngst der Sanierung und Modernisierung des Donaustadions Priorität eingeräumt. Das Ziel: Die Ermöglichung nationaler und internationaler Meisterschaften der Leichtathletik. Voraussetzung zur Realisierung ist jedoch aus Sicht der Stadt Ulm, dass das Land Baden-Württemberg das Investitionsvorhaben maßgeblich finanziell unterstützt. „Aus meiner Sicht ist es nunmehr dringend geboten, nicht nur positive Signale aus Stuttgart in dieser Angelegenheit zu senden, sondern die Unterstützung zumindest schriftlich zuzusichern“, schreibt Filius in einem unserer Zeitung vorliegenden Brief an die zuständige Staatsministerin Theresa Schopper (Grüne). Die Modernisierung des Stadions stehe im Interesse des Landes Baden-Württembergs, denn das Ulmer Donaustadion sei die einzige Sportstätte im Land, die überregionale Leichtathletikwettkämpfe ermöglichen kann. Sowohl der Leichtathletikverband DLV als auch der Württembergische Verband stehen laut Filius hinter dem Standort Ulm.

    Filius hält es für sinnvoll, das Projekt mit 40 Prozent der Bausumme zu unterstützen. Um Fußball geht es Filius nicht. Leichtathletik und professioneller Fußball lassen sich in den modernen Fußballarenen kaum vereinbaren.

    Grundsätzlich haben die Verantwortlichen des SSV Ulm 1846 Fußball und Ulms OB Gunter Czisch bereits über das Thema Neubau eines Fußballstadions im Ulmer Norden gesprochen. Auch wenn alle Beteiligten wissen: Der Regionalligist ist weder sportlich noch finanziell derzeit in der Position ein derartiges Großprojekt anzugehen.

    Glorreiche Fußballvergangenheit im Donaustadion zu Zeiten von Ralf Rangnick

    Das Donaustadion blickt auf eine glorreiche Fußballvergangenheit zurück: Als die Spatzen 1999 völlig überraschend von den Trainern Ralf Rangnick und später Martin Andermatt in die 1. Bundesliga geführt wurden, wurden Zusatztribünen angeschafft, die hinter den Stehplatzrängen zum Einsatz kamen. Dadurch konnte die Zuschauerkapazität von ursprünglich 19500 auf 23000 ausgebaut werden. Der anschließende Abstieg verhinderte weitere Umbaumaßnahmen.

    Zehnkämpfer Jürgen Hingsen stellte im Donaustadion seinen ersten Weltrekord auf.

    Als Leichtathletikwettkampfstätte hat sich das Stadion in vielen Jahrzehnten einen Namen gemacht: 1982 stellte etwa Zehnkämpfer Jürgen Hingsen hier seinen ersten Weltrekord auf. Die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften wurden zuletzt 2013 und auch 2014 in der Friedrichsau ausgetragen.

    1952 wurde die bis heute bestehende und überdachte Haupttribüne errichtet. Die Wurzeln des Stadions liegen aber weiter zurück: Das Stadion war nach Angaben von SSV Ulm Fußball das erste seiner Art in Süddeutschland. 1925, bei der Einweihungsfeier im Rahmen des Landesturnfests, zählte man rund 40000 Zuschauer. Dies sei möglich geworden, weil es zu dieser Zeit noch keine Gegentribüne gab und die Öffnung des hufeisenförmigen Stadions an eine anliegenden Wiese grenzte, die von den Zuschauern mitgenutzt wurde.

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