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Ulm: Bei den RKU geht es um sehr viel Geld

Ulm

Bei den RKU geht es um sehr viel Geld

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    Die Hälfte der RKU-Anteile hält das Uniklinikum.
    Die Hälfte der RKU-Anteile hält das Uniklinikum. Foto: Alexander Kaya (Archivfoto)

    Bei einer Betriebsversammlung der RKU am Freitagmittag hat die Sana Kliniken AG zur Ankündigung des Universitätsklinikums Stellung bezogen, die gemeinsame Gesellschaft zu verlassen. Wie berichtet, hat das Uniklinikum wegen strategischer Differenzen den Vertrag mit Sana zum 31. Dezember 2020 gekündigt. Das Klinikum und der Münchner Klinik-Konzern halten je die Hälfte an den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm.

    In der Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt, heißt es, auch Sana sei von der Ankündigung überrascht worden. Die RKU stünden nach mehr als 30 Jahren vor einer Zäsur. Wie berichtet, will das Uniklinikum erreichen, dass einer der beiden Gesellschafter alleiniger Eigner wird – und wirbt mit besseren Konditionen für die Mitarbeiter für sich. Dem Uniklinikum geht es vor allem um die Neurologie, die Teil des Klinikums werden und nicht mehr länger bei den RKU angesiedelt sein soll. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, verspricht sich Vorteile für die Patienten und für sein Haus.

    RKU: Universitätsklinikum Ulm und Sana Kliniken AG sind Gesellschafter

    Bei vielen Mitarbeitern herrsche Unsicherheit, Sana bedauere das. Die Beschäftigten sollten sich in ihrer Arbeit nicht beirren lassen. Ihnen verdanke man den hervorragenden Ruf. Der Grund für die Kündigung sei einfach: „Das RKU ist strategisch und wirtschaftlich, in Klinik, Forschung und Lehre, bestens aufgestellt und gehört zu den Krankenhäusern in Deutschland, die noch Überschüsse erzielen“, heißt es in der Stellungnahme. Die Überschüsse würden wieder in die RKU investiert – ein Beispiel in das am vergangenen Samstag eröffnete Klinikhotel Recover. Behauptungen, dass Investitionen ausschließlich von Sana gesteuert seien, seien nicht richtig. Das Uniklinikum habe allen Investitionen zugestimmt.

    Den Wunsch des Uniklinikums werde man prüfen, das werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Denn auch die Orthopädische Universitätsklinik mit dem Querschnittgelähmtenzentrum und dem gesamten Bereich der Rehabilitationsmedizin seien betroffen. Sana betont abermals, dass die vom Uniklinikum gewünschte Schaffung weiterer neurologischer Versorgungsangebote am Oberen Eselsberg für die Versorgung weder bedarfsnotwendig sei, noch den Qualitätsanforderungen gerecht werde. (mase/az)

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