Tragödie in Ulm: Der Mitarbeiter eines Lokals, der im Verdacht steht, einer Neu-Ulmerin versehentlich Glasreiniger eingeschenkt zu haben, nahm sich das Leben.
Wie die Südwest Presse berichtet, hat sich der Mitarbeiter und Freund des Wirtes, in dessen Lokal das Unglück geschehen ist, selbst umgebracht. Dies sagte der Wirt der Zeitung. Bereits am vergangenen Wochenende soll sich der Mitarbeiter vor einen Zug im Örlinger Tal gelegt haben.
Damit nehmen für den Wirt die Horrormeldungen kein Ende. Vor wenigen Tagen trank eine 43-Jährige in seinem Lokal ein Glas mit Reiniger statt Wasser und lag zeitweise schwer verletzt im Koma. Verantwortlich war wohl eine Verwechslung, für die der Mitarbeiter verantwortlich sein soll.
Die Staatsanwalt wollte den Fall auf Nachfrage von AZ-Online nicht bestätigen: "Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Suiziden."
Wie die Zeitung berichtet, soll der Mitarbeiter seinen Freund und Arbeitgeber erst vor wenigen Wochen um Hilfe gebeten haben. Er habe in schwierigen sozialen Umständen gelebt und sei im April zwangsgeräumt worden.
Seitdem soll er auf der Straße gelebt haben, bis er im August den Wirt um Hilfe bat. "Er hat geholfen, wo es eben nötig war und wirklich ernsthaft versucht, wieder auf die Beine zu kommen", zitiert die Zeitung den Wirt. Freunde berichten, dass sich der Mann tatsächlich stabilisiert haben soll, jetzt könnte der Druck auf ihn aber zu groß geworden sein.
Derweil geht es der vergifteten Frau wieder besser. Sie ist aus dem Koma erwacht und wurde von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt. AZ