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Ulm/Neu-Ulm/Memmingen: Ein anderer Weg bei den E-Tickets wäre besser

Ulm/Neu-Ulm/Memmingen

Ein anderer Weg bei den E-Tickets wäre besser

Sebastian Mayr
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    Die Ding-App bietet Fahrgästen Ticket-Informationen und Buchungsmöglichkeiten.
    Die Ding-App bietet Fahrgästen Ticket-Informationen und Buchungsmöglichkeiten. Foto: A. Kaya

    Es wirkt fast ein bisschen wie ein Wettrennen, bei dem noch nicht einmal klar ist, ob alle gleichzeitig losgelaufen sind: der Verkehrsverbund Ding, der Schwabenbund und die SWU Verkehr tüfteln an Ansätzen für E-Tickets. Vieles ist ähnlich, manches unterscheidet sich und eines ist gleich: Die Ideen sind sinnvoll, Bus-, Bahn- und Tramfahrer können profitieren. Aber braucht es wirklich drei verschiedene Ansätze?

    Lesen Sie dazu den Artikel: Wirrwarr um die E-Tickets für Bus und Bahn

    Am Ende regelt vermutlich der Markt, wer sich durchsetzt. Welche Rolle E-Tickets bereits jetzt spielen, lässt sich bei einer beliebigen Fahrscheinkontrolle in einem beliebigen Zug beobachten. Und die E-Tickets werden noch beliebter, davon sind die Verkehrsunternehmen felsenfest überzeugt.

    Drei E-Tickets für Bus und Bahn aus Ulm, Neu-Ulm und Memmingen

    Die Ansätze aus der Region sind logisch: Überregionale Fahrkarten sind nicht nur für Urlaubsreisende attraktiv, sondern auch für die Berufspendler nach München oder Stuttgart. Kombi-Produkte mit Freizeitangeboten erleichtern die Übersicht und sparen dem Nutzer Zeit beim Buchen. Und eine App nur für Ulm und Neu-Ulm bietet den Kunden in der Stadt die wesentlichen Informationen in komprimierter Form. Ausschließlich an die Kunden denkt freilich keiner. Alle schielen auf die Chance, digitale Daten zu sammeln, mit denen sich Geld verdienen lässt. Das ist legitim.

    Wirklich nutzerfreundlich wäre ein gemeinsames Angebot. Absprachen könnten das möglich machen, die Ziele unterscheiden sich schließlich kaum. Einen einzigen Schuldigen auszumachen ist aber kaum möglich: Die Anfangsbedingungen waren unterschiedlich. So unterschiedlich, dass eben noch nicht einmal klar ist, wer zuerst losgelaufen sind. Was bleibt ist die Hoffnung, dass der Markt keine gute Idee komplett beerdigt. Sondern dass sich die Angebote wirklich verknüpfen lassen, zum Wohl der Nutzer. Richtig gut sehen die Chancen dafür aber nicht aus.

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