Polizisten, die einer weinenden Frau helfen wollten, haben am Donnerstag um kurz nach 22 Uhr kiloweise Marihuana in einem Garten in Ulm gefunden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei berichten, hatte sich ein Zeuge gemeldet, nachdem er Schreie gehört hatte.
Der Mann hatte in dem Garten am Hasenbühl nachgesehen und die Frau, die offenbar weinte und verstört war, in Begleitung dreier Männer gesehen. Die alarmierten Polizisten waren schnell dort und bemerkten den Geruch von Marihuana. Einer der drei Männer im Garten wollte wegrennen, als er die Beamten erkannte. Doch die stellten ihn und nahmen ihn fest. Durch seine Gegenwehr erlitten zwei Polizeibeamte leichte Verletzungen. Die Polizei fand zunächst etwa ein halbes Kilogramm Marihuana und später weitere sieben Kilogramm des Rauschgifts. Das stellten die Ermittler sicher.
Die Ermittlungen der Behörden ergaben, dass die Drogen mutmaßlich zwei Männern gehören: Dem auf der Flucht festgenommenen 23-jährigen Briten aus dem Sudan und einem 22-jährigen Marokkaner, der sich ebenfalls auf dem Grundstück aufhielt. Ein Richter erließ auf Antrag Haftbefehle gegen beide. Die Ermittlungen dauern an. (az)