Namen wollte der kommissarische Leiter des Centers, Jörg Fischer, nicht nennen. Noch sind die Verträge nicht unterschriftsreif.
„Die dauerhaft fehlende Akzeptanz der Kunden“, gab die Muttergesellschaft Rewe als Hauptursache für die Schließung der Promarkt-Filiale an. Der 1997 eröffnete Markt liege im ersten Obergeschoss des Centers und sei damit für Kunden, die Unterhaltungselektronik wie Flachbildschirme, Surround-Anlagen oder Computer kaufen möchten, nur begrenzt attraktiv. Über die Jahre habe sich im Umfeld Wettbewerb etabliert, der in dieser Hinsicht die Kundenwünsche umfassender erfüllt. „Die Kunden haben mit den Füßen abgestimmt“, so Pressesprecher Andreas Krämer.
Voraussichtlich könne nur einer kleinen Anzahl von Mitarbeitern eine Perspektive im Unternehmen geboten werden, teilte Krämer weiter mit. Begründet wird dies mit der „geringen Verdichtung in der Region“ – der nächste Promarkt sei in Ehingen. Die Neu-Ulmer Filiale des Unternehmens hat bereits vor zehn Jahren dichtgemacht. Von der Schließung in Ulm sind 23 Mitarbeiter betroffen.
„Es hat uns überrascht, dass Promarkt so reagiert“, räumte Centermanager Jörg Fischer ein. Denn der Elektronikfachmarkt sei noch bis Oktober als Mieter vertraglich gebunden. Betreiber des Blautal-Centers ist ebenfalls der Rewe-Konzern. Derzeit liefen Gespräche für eine Nachfolgelösung – möglichst in der gleichen Branche.
Mit einer Verkaufsfläche von 1950 Quadratmetern gehört Promarkt zu den größeren Geschäften im Blautal-Center. Fischer zeigte sich zuversichtlich, dass bald ein passender Nachmieter präsentiert werden kann.