Allein an den acht Bürgerwerkstätten von Februar bis April nahmen rund 400 Interessierte teil. Darüber hinaus sind mehr als 100 Anfragen, Anregungen und Änderungswünsche eingegangen und von den Fachleuten der Stadtwerke und der beauftragten Planungsbüros geprüft worden.
„Wir als Stadt sind sehr dankbar für diesen sehr offenen, sehr intensiven Dialog“, sagte Baubürgermeister Alexander Wetzig. Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, räumte ein, dass der Dialog einen großen Aufwand von allen Beteiligten erforderte – allein, was die Dokumentation der Anregungen und Diskussionsbeiträge angeht. Doch die Mühe habe sich bezahlt gemacht: „Wir haben erfahren, was die Anwohner von der Linie 2 erwarten und wie sich die Planung in ihrem Sinne verbessern lässt. Wir erhielten viele wertvolle Vorschläge, auch wenn bei der Prüfung im Detail nicht alle Ideen zu Planungsänderungen führen konnten.“
Besonders viele Anregungen brachten Bürger zur Trassenführung, zum Parkraum, zu den Haltestellen und Radwegen ein. Einige Lösungsvorschläge sind für die weiteren Planungen übernommen worden. So bleibt die Wendeschleife für Busse am Kuhberg erhalten, trotz des Neubaus der Straßenbahnwendeschleife. Die Fläche ist künftig für Eltern gedacht, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder dort abholen wollen.
Außerdem beschäftigen viele Bürger die Lage der Haltestellen. Sie haben unter anderem erreicht, dass die Haltestelle Martin-Luther-Kirche in der Beyerstraße etwas weiter nach Süden verschoben wird.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung stellen die Stadt und die SWU Verkehr die Ergebnisse des bisherigen Bürgerdialogs rund um die Linie 2 vor. Die Veranstaltung findet am Montag, 7. Mai, um 19 Uhr im Kornhaus Ulm statt.