Jetzt ist es offiziell: Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz wird Finanzminister in der neuen grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg. Das hat auch Folgen für die Region. Bayaz gibt sein Mandat auf, für ihn rückt ein Ulmer nach. Doch was geschieht nach der Bundestagswahl?
Marcel Emmerich, Kreisvorsitzender der Ulmer Grünen und Direktkandidat für die Bundestagswahl, rückt über die Landesliste für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau-Kreis ins Parlament nach. Auf der Liste der Grünen zur Bundestagswahl 2017 belegt Marcel Emmerich nämlich Platz 16 und dieser zieht jetzt. Die Grünen stellen zwar nur 13 Abgeordnete aus Baden-Württemberg, aber es gab schon zwei Nachrücker in der laufenden Legislaturperiode.
Marcel Emmerich rückt für Danyal Bayaz in den Bundestag nach
Der Politik- und Verwaltungswissenschaftler war im Februar mit 92 Prozent der Stimmen zum Direktkandidaten der Grünen für Ulm und den Alb-Donau-Kreis gewählt worden. Emmerich ist auch Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. Er lebt seit 2015 in Ulm, ist mit der Ulmer Grünen-Stadträtin Julia Mies liiert, bezeichnet sich selbst als großen Fußball-Fan und hat einen Hund.
"Ich freue mich und es ist mir eine große Ehre in den Deutschen Bundestag einzuziehen, um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger unserer Region zu vertreten", freut sich Marcel Emmerich. Das ist gewissermaßen ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für den gebürtigen Reutlinger, der diesen Mittwoch 30 Jahre alt wird. Die letzte Bundestagsabgeordnete der Ulmer Grünen war Jutta Oesterle-Schwerin zwischen 1987 und 1990. Damals war Emmerich noch gar nicht auf der Welt.
Grüne: Ulm bekommt einen weiteren Bundestagsabgeordneten
Dass es nur ein kurzer Abstecher wird, stört den Grünen nicht. "Klar sind es bis zur Wahl nur wenige Monate, aber ich packe die verantwortungsvollen Aufgaben selbstverständlich mit Leidenschaft an und stelle mich im September ja auch wieder zur Wahl", so Emmerich, der mit seinem Listenplatz für die Wahl in diesem Jahr sehr gute Aussichten auf den Wiedereinzug im September hat. Der Platz verbessert sich durchs Bayaz' Wechsel in die Landesregierung von zwölf auf elf. Bereits davor waren Emmerich gute Chancen eingeräumt worden. Außerdem will er um das Direktmandat kämpfen.
Doch wie möchte Emmerich das Mandat angehen? "Als Abgeordneter wird mein Motto sein: Zuhören und Machen. Damit wir das Klima schützen, in Zukunft und Innovationen investieren und die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken", erklärte Emmerich, der großer Fußball-Fan ist. Ab welchem Tag genau er Mitglied des Bundestages genannt werden darf, weiß Marcel Emmerich noch nicht. Er wird jetzt schnell alle nötigen Vorbereitungen treffen. Erfahrungsgemäß dauert der Übergangsprozess circa drei Wochen. (AZ/mase)
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