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Ulm

12.04.2018

Ulmer versucht die künstliche Fotosynthese

Gruppenbild nach der Preisverleihung in Stuttgart (von links): Stefan Halder, geschäftsführender Gesellschafter der Erwin Halder KG in Achstetten/Bronnen und stellvertretender Vorsitzender von Südwestmetall Ulm, der Ulmer Preisträger Dr. Simon Kaufhold mit seinem Doktorvater Prof. Sven Rau sowie Götz Maier, Geschäftsführer Südwestmetall Bezirksgruppe Ulm
Foto: Eppler/Südwestmetall

Warum Simon Kaufhold den Südwestmetall-Förderpreis bekommt.

Für seine Doktorarbeit zur künstlichen Fotosynthese ist der Ulmer Chemiker Dr. Simon Kaufhold mit dem Südwestmetall Förderpreis über 5000 Euro ausgezeichnet worden. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema: der Klimawandel. Um ihm zu begegnen, muss die Menschheit künftig auf erneuerbare Energie setzen.

Das Problem: Bei global verfügbaren Alternativen wie der Sonnenenergie ist die Speicherung bislang ineffizient. Dies möchte Simon Kaufhold ändern: Für seine wissenschaftliche Arbeit am Institut für Anorganische Chemie I der Uni Ulm hat er sich deshalb die Natur zum Vorbild genommen. Denn bei der Fotosynthese gelingt es Pflanzen, Algen und bestimmten Mikroorganismen, aus Licht, Wasser und Kohlendioxid Energieträger herzustellen.

Die künstliche Fotosynthese versucht, diesen Speichervorgang nachzuahmen. Dabei führt der direkte Weg über die Spaltung von Wasser in molekularen Wasser- und Sauerstoff. Der Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ulm Götz Maier lobt die gesellschaftliche Relevanz des Forschungsprojekts: „Der diesjährige Preisträger hat sich mit dem hochaktuellen Thema der Nachbildung der Fotosynthese durch den Menschen befasst. Die Ergebnisse der Arbeit lassen die Energieerzeugung der Zukunft ein Stückchen näher rücken.“ Wissenschaft und Forschung seien für den Wirtschaftsstandort enorm wichtig, betont Maier. Deshalb vergibt der Verband der Metall- und Elektroindustrie jährlich Förderpreise an hervorragende Nachwuchswissenschaftler. (az)

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