Ulm: Unbekannte beschmieren Corona-Plakate: So reagiert der Ding-Verkehrsverbund
Ulm
Unbekannte beschmieren Corona-Plakate: So reagiert der Ding-Verkehrsverbund
Mit einer Posterkampagne in Ulm will der Verkehrsverbund auf "Helden" mit einer Maske aufmerksam machen. Unbekannte beschmieren die Plakate mit "Schafe".
08.12.20 - aktualisiert:
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Mehrere Plakate des Verkehrsverbund Ding wurden beschmiert.Foto: Ding
Unbekannte haben am vergangenen Wochenende im Stadtgebiet Ulm eine Reihe von sogenannten City-Light-Postern beschmiert, auf denen der Verkehrsverbund Ding eine positive Grundeinstellung zum Thema Maskenpflicht vermitteln will.
Die Poster tragen den Slogan "Helden erkennst Du schon an der Maske". Bekannte Ulmer Persönlichkeiten wie der Eventmanager Wolfgang Moser, die Dehoga-Vorsitzende Karin Krings, der SSV-Fußballer Lennart Stoll, die Musiker Siyou und Helmut Hattler, Hans-Jürgen Ohlhoff vom Schwäbischen Albverein sowie ein Schüler des Kepler-Gymnasiums stellen sich als Testimonials ganz bewusst hinter diese Aussage.
Ding-Geschäftsführer Mügge: "Verhöhnt alle Menschen, die an Corona leiden"
Die Täter haben das Wort "Helden" durchgestrichen und durch "Schafe" ersetzt. „Die Aussage, dass nur Schafe Maske tragen, verhöhnt alle Menschen, die andere und sich schützen wollen, aber auch Patienten, die an der Infektion mit dem Corona-Virus leiden sowie die Ärzte und das Pflegepersonal, die gegen die Pandemie ankämpfen“, wird Ding-Geschäftsführer Thomas Mügge in einer Mitteilung zitiert:
Mehrere Plakate des Verkehrsverbund Ding wurden beschmiert.Foto: Ding
Die Corona-Verordnung mit ihren Einschränkungen seien ohne Frage unangenehm und belastend. Auch die wirtschaftlichen Folgen seien für viele dramatisch. "Das Tragen einer Maske ist aber eine vergleichsweise geringe persönliche Belastung mit hoher Effektivität, was den Infektionsschutz angeht“, so Thomas Mügge weiter.
Für den Nahverkehr sei es demnach wichtig, dass die Fahrgäste das Tragen der Maske ernstnehmen und den Wirkmechanismus verstehen – schließlich könne in Bussen und Bahnen der Abstand von 1,5 Meter oft nicht eingehalten werden. (az)