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Vorhaben: Bürger diskutieren über Hasenwiese

Vorhaben

Bürger diskutieren über Hasenwiese

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    Schön grün: Die Kastanien in der Reichenbacher Straße sollen auch mit den Supermärkten erhalten bleiben.
    Schön grün: Die Kastanien in der Reichenbacher Straße sollen auch mit den Supermärkten erhalten bleiben. Foto: Dave Stonies

    Weißenhorn Die Zeit ist reif für ein zweites Gespräch: Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens gegen den Bau von Supermärkten auf der Hasenwiese wollen nun erneut über das Vorhaben informieren. Die zweite Infoveranstaltung soll am Donnerstag, 10. Mai, stattfinden. „Aus unserer Sicht hat sich das Projekt seit dem ersten Treffen gewaltig verändert“, sagt Jürgen Kohler, einer der Organisatoren. So seien etwa zwei völlig eigenständige Gebäude angedacht, eine Zufahrt von der Reichenbacher Straße her stehe hingegen nicht mehr auf der Agenda.

    Auch ein gemeinsames Informationsgespräch mit der Stadtverwaltung sei geplant, bestätigt Kohler: Doch dies soll, wie berichtet, erst stattfinden, wenn der Investor ein Gutachten zum Lärmschutz vorlegt. Dies könne aber wohl noch einige Wochen dauern, glaubt Kohler: „So lange wollen wir nicht warten.“

    Die Situation: Der Eigentümer der Hasenwiese will sein Grundstück veräußern, darauf könnten zwei Supermärkte gebaut werden (siehe Kasten). Die Ketten Aldi und Feneberg haben Interesse angemeldet. Ihre Gebäude sollen im westlichen Teil des Grundstücks entstehen. Dort befindet sich derzeit der Hasenkeller.

    Kritik am Fortschritt der Planungen

    Kohler und seine Mitstreiter haben vor Kurzem ein Strategiegespräch zum geplanten Bau, ein sogenanntes „Scoping“, mitverfolgt: Darin berieten Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Investoren, Eigentümer und Experten des Landratsamtes über Sachstand und weitere Vorgehensweise. Kohler hat aus den Beratungen eine Erkenntnis gewonnen: Offenbar war ein Investor mit der Arbeit der Stadtverwaltung nicht zufrieden – die Planungen schritten ihm zu langsam voran. Diese Einwände bestätigt Bürgermeister Wolfgang Fendt auf Anfrage. Doch den Investoren sei nicht bewusst gewesen, dass der Stadtrat bereits einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst und das Vorhaben damit in die Wege geleitet hatte, so Fendt. „Bei dem Treffen haben wir die unterschiedlichen Vorstellungen ausgeräumt.“

    Mit Interesse haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens auch die Diskussion um eine angedachte Zufahrt in der Reichenbacher Straße verfolgt: Sie war zunächst auf der Wunschliste der Investoren, ist nun aber wohl vom Tisch. Aus Sicht der Initiatoren ein Vorteil: Immerhin sei die Allee mit ihren hohen Kastanien ein Naturschutzobjekt. Kohler: „Sechs große Bäume hätten gefällt werden müssen.“

    Auch ein drittes Thema dürfte bei der Infoveranstaltung Gesprächsstoff liefern: Seit Kurzem steht das Feneberg-Areal in der Kammerlander Straße zum Verkauf. Der dortige Markt könnte auf die Hasenwiese umziehen. Fendt wollte sich zu Kaufabsichten der Stadt gestern nicht näher äußern, nannte das Grundstück aber „interessant“. Der Hintergrund: Es gibt Pläne, im hinteren Gebäude der ehemaligen Rössle-Brauerei ein Seniorenwohnheim zu errichten. Das Feneberg-Gelände könnte dem Vernehmen nach integriert werden.

    Treffen: Der zweite Bürgerstammtisch zur Hasenwiese findet am Donnerstag, 10. Mai, in der Weinstube „Hinträger“ in der Günzburger Straße 8 in Weißenhorn statt. Beginn ist um 19 Uhr.

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