Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten

Weißenhorn: Die Planung für den neuen Kindergarten beginnt

Weißenhorn

Die Planung für den neuen Kindergarten beginnt

  • |
  • |
  • |
    Östlich des Claretinerkollegs und nahe der Grundschule Nord soll der neue Kindergarten für Weißenhorn gebaut werden. Jetzt wurde ein Ulmer Architektenbüro mit den Planungen beauftragt.
    Östlich des Claretinerkollegs und nahe der Grundschule Nord soll der neue Kindergarten für Weißenhorn gebaut werden. Jetzt wurde ein Ulmer Architektenbüro mit den Planungen beauftragt. Foto: Andreas Brücken

    Plätze in Kindergärten und ähnlichen Betreuungseinrichtungen sind auch in Weißenhorn begehrt aber knapp. Um die Lage zu entspannen, haben sich die Stadträte im vergangenen Jahr für den Neubau einer Kinderkrippe mit Kindergarten entschieden. Sechs Architektenbüros wurden kontaktiert, um Vorschläge zu erarbeiten.

    Ein halbes Dutzend möglicher Standorte für eine neue Kindertagesstätte, mit Platz für drei Krippengruppen und der Erweiterungsmöglichkeit für zwei Kindergartengruppen, hat die Verwaltung ins Gespräch gebracht. Letztlich fiel die Entscheidung auf ein leer stehendes Gelände zwischen dem Claretinerkolleg, der Grundschule Nord und dem bestehenden Kindergarten am nördlichen Ortseingang. Derzeit befinden sich dort einige Obstbäume und ein Gewächshaus.

    Nachwuchs soll sich mit dem Kindergarten-Gebäude in Weißenhorn identifizieren

    Vier Arbeiten von Architekturbüros sind im Bauamt eingegangen, zwei davon wurden jüngst den Mitgliedern des Bauausschusses zur Abstimmung vorgestellt. Bürgermeister Wolfgang Fendt stellte jedoch gleich klar, dass die vorgelegten Pläne keine endgültigen Entwürfe, sondern lediglich Skizzen für die Aufgabenstellung seien. Jede hätte in ihrer städtebaulichen Gesamtidee und Qualität, Funktionalität und Nutzung der Fläche sowie der Wirtschaftlichkeit den Vorstellungen der Stadtverwaltung entsprochen. Zudem seien alle Planer auf die umliegenden Schulen und den bestehenden Kindergarten eingegangen.

    In der Endrunde durften schließlich die beiden Favoriten aus dem Wettbewerb ihre Vorschläge vor dem Bauausschuss präsentieren: Vom Ulmer Büro für Städtebau Obermeier und Traub, wurde ein Holzbau in Lehmputz mit geschwungener Außenfassade vorgestellt. Als markantes Außendetail an der Fassade fällt dort ein spitzer und schlichter Dachgiebel auf. Das Element sei dem nachempfunden, wie Kinder ein Haus malen würden, erklärte Architekt Hans Peter Obermeier. So soll eine Identifikation mit dem Bau hergestellt werden. Auch der geplante Wasserspielplatz im sonnengeschützten Freigelände wäre bestimmt ein Highlight für die Buben und Mädchen der Einrichtung, sagte Obermeier.

    Neues Gebäude soll hell und behaglich werden

    Doch entschieden haben sich die Ratsmitglieder einstimmig für das Konzept, das von Peter Fink vom Ulmer Architektenbüro Mühlich, Fink und Partner vorgestellt wurde: Der quadratische Baukörper aus Beton, Holz und Glas soll, neben drei Gruppenräumen, auch einen variabel teilbaren Mehrzweckraum erhalten. Der Innenhof des Kindergartens ist umschlossen von einem hohen Kegel, der nach oben offen ist. So soll Licht ins Innere strömen können, während der Lärmpegel von den benachbarten Wohnhäusern abgehalten wird. Als einen zentralen Treffpunkt mit behaglicher Atmosphäre stellte Fink das Detail dar.

    Unter freiem Himmel ist eine Kletterwand und verschiedene Blumen- und Kräuterbeete vorgesehen. Sogar ein Parcours für Bobbycars ist in dem Entwurf zu finden. Für die Zukunft haben die Planer an der Ostseite die Möglichkeit offengelassen, das Gebäude bei Bedarf erweitern zu können.

    Mit ihrer Entscheidung für das Ulmer Architektentrio Mühlich, Fink und Partner, lagen die Ratsmitglieder auf der gleichen Linie wie das Preisgericht, das mit fachkundigen Mitarbeitern aus dem Landratsamt, der Stadtverwaltung und den Betreuungseinrichtungen besetzt war. Auf etwa 2,2 Millionen Euro schätzen die Planer die Baukosten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden