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Neu-Ulm/Burlafingen

27.11.2018

Wird Burlafingens neue Grundschule an der Iselhalle gebaut?

Die neue Grundschule in Burlafingen könnte südlich der Iselhalle gebaut werden – dann müsste allerdings der Bolzplatz weichen.
Bild: Stefan Kümmritz

Der Stadtrat entscheidet am Mittwoch über den Standort für eine neue Schule in Burlafingen. Der Vorschlag der Verwaltung ist umstritten.

Die Grundschule an der Waidmannstraße in Burlafingen ist zu eng geworden. Schüler und Lehrer brauchen dringend mehr Platz. Entweder das bestehende Gebäude wird erweitert – oder ein Neubau muss her. Die Neu-Ulmer Stadtverwaltung schlägt vor, auf dem Grundstück südlich der Iselhalle eine neue Schule zu bauen. Für die Experten im Rathaus ist dieser Standort der klare Favorit unter fünf untersuchten Varianten. Doch dagegen regt sich Widerstand. Am Mittwoch entscheidet der Neu-Ulmer Stadtrat darüber.

Neubau einer Neu-Ulmer Grundschule kostet 16,1 Millionen Euro

Die Stadt geht davon aus, dass die Zahl der Schüler in Burlafingen in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Sie hat zunächst eine Kostenprognose erstellt, unter der Annahme, dass im Jahr 2020 die Ausschreibung erfolgt und bis 2022 gebaut wird. Die Gesamtkosten für eine Generalsanierung mit Erweiterung am bestehenden Standort würden sich demnach auf 15,8 Millionen Euro belaufen. Allein zwei Millionen würden die Container kosten, die übergangsweise angemietet werden müssten, um den Schulbetrieb aufrechterhalten zu können. Weiteres Manko: Die eigentlich erforderliche Sporthalle und ein Rasenplatz sind auf dem bestehenden Schulgrundstück nicht unterzubringen. Fazit der Stadtverwaltung: Standort 1 an der Waidmannstraße ist nicht geeignet. Ein Neubau muss her. Dieser würde der Prognose zufolge 16,1 Millionen Euro kosten. Dazu wurden vier weitere Standorte unter die Lupe genommen. Angenommen wurde jeweils eine 3,5-zügige Grundschule mit Erweiterungsoption und einer Einfeld-Sporthalle inklusive Außensportanlagen. Dafür wird ein 11000 bis 12000 Quadratmeter großes Grundstück benötigt. Alle infrage kommenden Standorte liegen eher dezentral am Ortsrand.

Standort 2: Im Brühl – nordöstlich des Friedhofs. Die Erschließung für den Autoverkehr durch das angrenzende Wohngebiet sieht die Stadt als problematisch an. Eine spätere Erweiterung der Schule wäre möglich, jedoch müssten Flächenreserven für den Kita-Standort zusätzlich erworben werden. Fazit: aus Sicht der Stadt wenig geeignet.

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Standort 3: Iselhalle – im Norden des Stadtteils. Das Grundstück ist zeitnah verfügbar. Es gäbe Synergieeffekte, weil die Sportanlagen und die Parkplätze mitgenutzt werden könnten. Außerdem liegt direkt gegenüber ein Spielplatz. Schüler aus dem Süden hätten es relativ weit. Dennoch ist der Standort aus Sicht der Verwaltung gut geeignet. Die Stadt spricht sich klar dafür aus. Problem: Für den Bolzplatz, den Jugendtreffpunkt und die Festwiese müssten Ersatzflächen gefunden werden. Es müsste gelingen, das vorhandene Biotop weitestgehend zu erhalten oder nach den Bauarbeiten wiederherzustellen. Für den Kita-Standort sind keine Flächenreserven vorhanden. Vor allem den Wegfall des Bolzplatzes sehen einige Bürger kritisch. Der FC Burlafingen hat sich deshalb mit einem Brief an die Stadtratsfraktionen gewandt. Vorsitzender des Vereins ist Stadtrat Erich Niebling (CSU).

Standort 4: Steigäcker Nord – am westlichen Ortsrand. Die Stadt sagt, dass sie die erforderlichen Grundstücke trotz wiederholter Bemühungen nicht erwerben könne. Deshalb sei der Standort nicht möglich. Andernfalls wäre er geeignet – verkehrstechnisch gut angebunden, in der Nähe des Schulzentrums Pfuhl, fußläufig gut zu erreichen.

Standort 5: Steigäcker Süd – am südwestlichen Ortsrand. Auch dieses Areal ist grundsätzlich gut geeignet. Aber: Für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans würde die Stadt etwa ein Jahr zusätzlich brauchen. Außerdem würden für den Bau einer Einfeld-Sporthalle zusätzliche Kosten anfallen. Das würden mehrere Stadträte aber in Kauf nehmen. Findet sich dafür sogar eine Mehrheit?

Lesen Sie hier, wie die Stadt Neu-Ulm mit den steigenden Schülerzahlen umgeht: Kindersegen stellt Neu-Ulm vor Probleme

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