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Wullenstetten: Grundschule bekommt eine neue Aula mit fünf Ecken

Wullenstetten

Grundschule bekommt eine neue Aula mit fünf Ecken

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    An der Stelle des Pausenhofs der Wullenstetter Grundschule, wo derzeit die blauen Container stehen, soll der Neubau errichtet werden.
    An der Stelle des Pausenhofs der Wullenstetter Grundschule, wo derzeit die blauen Container stehen, soll der Neubau errichtet werden. Foto: Angela Häusler

    Schon seit Jahren gibt es Pläne für eine neue Aula für die Grundschule Wullenstetten. Jetzt ist ein weiterer Schritt in Richtung Baubeginn geschafft: Der Sendener Bauausschuss hat sich für einen konkreten Entwurf entschieden, der umgesetzt werden soll. Vier Ideen waren in die nähere Auswahl gekommen.

    Einen recht eigenwilligen Neubau auf dem Pausenhof an der Pestalozzistraße soll die Rektor-Meinrad-Mayer-Grundschule nach dem nun favorisierten Entwurf erhalten. Dazu kommt auch Platz für Betreuung. Das fünfeckige Haus besteht aus einem Untergeschoss mit Gruppen- und Technikräumen sowie einem Erdgeschoss, das neben Eingangsbereich, Küche und Speiseraum eine Pausenhalle bietet. Im ersten Stock finden sich weitere Gruppenräume sowie zusätzliche Zimmer, die sich über mobile Trennwände teilen lassen. Der Neubau soll auf der Seite des Pausenhofs entstehen, wo derzeit die Container für die Mittagsbetreuung stehen.

    Im Rahmen eines Wettbewerbs hatten sich für das Projekt fünf Planungsbüros beworben, vier davon haben ihre Entwürfe eingereicht. Den Zuschlag erhielt das Architekturbüro Braunger und Wörtz aus Ulm, das in Senden bereits unter anderem die Stadtparkbühne und das Feuerwehrgerätehaus in Aufheim realisiert hat. Es soll nach dem Beschluss des Ausschusses nun auf Basis des Entwurfs weitermachen.

    Die Architekten planen für die Schule einen direkt an die Pestalozzistraße angrenzenden Bau, der über einen schmalen Flur mit dem bestehenden Schulhaus verbunden ist. Die Betonkonstruktion soll eine Fassade aus Holzlatten bekommen, die mit einer witterungsbeständigen Lasur versehen sind, wie Planerin Dorothea Schneider vom Planungsbüro im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Dass das Gebäude fünf Ecken hat und damit kaum Parallelen zum bestehenden Schulkomplex aufweist, ist gewollt. So wirkt der Neubau eigenständig, fasst aber gleichzeitig den Pausenhof neu ein, der durch das Haus einen neuen Zugang und mehr Schutz zur Straße hin erhält, wie Schneider sagt. Ungewöhnlich auch die Fenster, die auf unterschiedlichen Höhen vorgesehen sind, damit sich den Schülern neue Perspektiven bieten.

    Die genaue Gestaltung des Hauses werde zunächst in engem Dialog mit Stadt und Schulleitung festgelegt, sagt Schneider. Für die Aula sind im städtischen Haushalt 3,3 Millionen Euro eingeplant.

    Beschlossen hatte der Sendener Stadtrat den Bau einer Aula aus Raumnot bereits im Jahr 2009, aus Kostengründen aber wurde das Vorhaben hinausgeschoben. Bereits seit 2004 stehen die Containerbauten im Hof, in denen die Kinder nachmittags Hausaufgaben machen. Fürs Mittagessen gehen die Kinder täglich in den ehemaligen Kindergarten St. Martin.

    Die Schulfamilie wartet also schon auf den Baustart, der bei laufendem Betrieb abgewickelt werden muss. 2019 oder 2020 könnte der Anbau fertiggestellt sein – wenn alle Genehmigungen, allen voran die Bewilligung von Fördermitteln, zügig eingehen.

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