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Arbeitsmarkt: Neu-Ulm stagnierend, Ulm mit leichter Frühjahrsbelebung

Landkreis/Ulm

Arbeitsmarkt: Nur in Ulm ist ein „Hauch Frühjahrsbelebung“ zu spüren

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    Die wirtschaftliche Dauerkrise macht sich auch in der Region auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
    Die wirtschaftliche Dauerkrise macht sich auch in der Region auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Foto: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolbild)

    Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neu-Ulm im Mai 2026 leicht gestiegen. 3637 Menschen waren arbeitslos gemeldet, neun Personen mehr (0,2 Prozent) als im April und 369 Personen oder 11,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,4 Prozent und ist identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei drei Prozent. Das teilte die Agentur für Arbeit Donauwörth mit, die auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständig ist.

    In diesen Berufsbereichen gibt es im Landkreis Neu-Ulm derzeit die meisten freien Stellen

    Laut Agentur suchen die Unternehmen weiterhin Mitarbeitende: 444 Stellen wurden im Mai neu gemeldet (70 mehr als im Vormonat und 162 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in folgenden Berufsbereichen: Verkauf, Heilerziehungspflege, Berufskraftfahrer Güterverkehr, Lagerwirtschaft, Gesundheits- und Krankenpflege, Kraftfahrzeugtechnik, Objekt-, Werte- und Personenschutz, Büro- und Sekretariat, Kinderbetreuung und -erziehung und Metallbau. Aktuell befanden sich damit 1323 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

    „Der Arbeitsmarkt in unserem Agenturbezirk, der die Landkreise Dillingen an der Donau, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm umfasst, ist weiterhin stabil, mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent belegen wir deutschlandweit immer noch einen Spitzenplatz“, erklärte Christine Jung, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Donauwörth. „Beinahe 1000 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden. Allerdings sind rund 800 erwerbslose Menschen mehr gemeldet als vor einem Jahr. Die wirtschaftliche Dauerkrise, die weite Teile der Industrie betrifft, hohe Energiepreise und die geopolitische Lage belasten auch unsere Unternehmen spürbar.“

    Im Bezirk der Agentur Ulm ist die Arbeitslosigkeit auf 10.503 Personen gesunken. Somit waren im Mai 407 Menschen oder 3,7 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Zum Vorjahr waren es 449 oder 4,5 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 3,3 Prozent zurück. „Ein Hauch Frühjahrsbelebung“, sagt Carola Peltzer, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Ulm: „Dass die Belebung vergleichsweise sogar überdurchschnittlich ausfiel, lag mitunter auch am sehr schwachen Vormonat. Die aktuelle Entwicklung ist erfreulich, aber keine Trendwende am regionalen Arbeitsmarkt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingen sind weiterhin herausfordernd.“

    Im Landkreis Unterallgäu blieb die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls auf diesem Wert. Im Mai waren 2110 Menschen arbeitslos gemeldet, drei Prozent weniger als im April und ein Prozent weniger als vor einem Jahr. (AZ)

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