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Auszeichnung für Ulmer Großprojekt: „Blau.Quartier“ gewinnt renommierten Preis

Ulm

Auszeichnung für Ulmer Großprojekt: „Blau.Quartier“ gewinnt renommierten Preis

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    Das Blau.Quartier Ulm (Bauabschnitt Ost) ist mit dem polis Award2026 in Gold in der Kategorie Urbanes Flächenrecycling ausgezeichnet worden
    Das Blau.Quartier Ulm (Bauabschnitt Ost) ist mit dem polis Award2026 in Gold in der Kategorie Urbanes Flächenrecycling ausgezeichnet worden Foto: Maas & Partner

    Die Pläne für den Umbau des ehemaligen Einkaufszentrums Blautalcenter zum Wohngebiet „Blau.Quartier“ wurden mit dem „polis Award“ in der Kategorie „Urbanes Flächenrecycling“ ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur verliehen.

    Die Freude bei der Stadt Ulm ist groß, wie einer Stellungnahme von Baubürgermeister Tim von Winning zu entnehmen ist: „Das Blau.Quartier steht exemplarisch für die nachhaltige Stadtentwicklung, die wir in Ulm verfolgen: Bestehende Strukturen intelligent weiterbauen, neue Wohn- und Lebensräume schaffen und dabei Klima, Freiraum und soziale Vielfalt zusammendenken. Dass dieses Projekt nun ausgezeichnet wurde, freut mich wirklich sehr. Die Auszeichnung ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten und ein starkes Signal für die Zukunft urbaner Transformation. Ich hoffe, dass dieses in der Planung schon sehr vorbildliche Vorhaben nun schnell in eine Umsetzung kommt.“

    Wann ist das „Blau.Quartier“ in Ulm fertig?

    In der Veröffentlichung des Preises ist eine Fertigstellung im September 2031 erwähnt. Zuletzt gab es jedoch Verzögerungen – nicht nur wegen des notwendigen Umzugs der Decathlon-Filiale, sondern auch, weil die angespannte Baukonjunktur die Suche nach Investoren für das Wohnbauprojekt erschwert.

    Dennoch hebt die Jury die Besonderheiten des Projekts hervor: Das Blau.Quartier zeichne sich durch seine innovative Transformation eines Einkaufszentrums in ein urbanes Quartier mit Modellcharakter aus. Es nutzt bestehende Strukturen neu, integriert diese in einen nachhaltigen, städtebaulich durchlässigen Entwurf und verknüpft unterschiedliche Nutzungsformen, um ein lebendiges Gemeinwesen zu schaffen. Das Projekt sei eine städtebauliche Antwort auf den strukturellen Wandel im Einzelhandel und ein Umdenken im Umgang mit scheinbaren Problemimmobilien. Es stehe für integrative sowie nachhaltige Stadtentwicklung und biete ein Modell für die Umnutzung ähnlicher großmaßstäblicher Handelsbauten in Deutschland. (AZ)

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