Die meisten der Konzertbesucher am Mittwochabend im Roxy dürften Teenager gewesen sein, als die H-Blockx 1994 mit ihrem Album „Time To Move“ debütierten. Das war damals, als man die neueste Musik gebannt auf MTV, Viva und Co. verfolgte. Musikvideos waren „in“ und die H-Blockx lieferten herrlich trashig ab: Sie waren da im Städtchen „Suburbia“ zu sehen und rückten dem Pärchen Mrs. und Mr. Creamcheese auf die Pelle. Einmal als überlebensgroßer King-Kong-Verschnitt und einmal als Ameisen in der Keksdose, die nach der Behandlung mit dem Insektenspray auf Menschengröße anwuchsen. Dazu einprägsamer Crossover-Rock mit Rapelementen, Gesang auch mal durchs Megafon, kernige Riffs, starke Beats, alles wunderbar rock- und vor allem spring- und tanzbar. Da saßen nicht wenige mit verzücktem „Wie-cool-ist-das-denn!?“-Blick vor dem Fernseher und waren froh über die Abwechslung vom 90er-Jahre-Pop à la Whigfield, Rednex und DJ Bobo.
Ulm
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