Im Waldsee in Senden waren vergangene Woche vereinzelt Blaualgen nachgewiesen worden. Das hatte eine routinemäßige Beprobung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ergeben, so das Neu-Ulmer Landratsamt in einer Pressemitteilung am Donnerstag, 28. Mai. An diesem Mittwoch, also sechs Tage später, gibt die Kreisverwaltung Entwarnung: Bei einer aktuellen Beprobung seien keine Blaualgen mehr nachgewiesen worden. Die Hinweisschilder der Stadt Senden, die aufgestellt worden waren, können wieder entfernt werden.
Eine akute Gefahr für die Gesundheit hatte zu keiner Zeit vorgelegen, hieß es in der ersten Mitteilung. Daher wurde auch kein Badeverbot ausgesprochen. Allerdings bat die Stadt Senden um erhöhte Aufmerksamkeit beim Baden im See. Daher wurden auch Hinweisschilder am See angebracht, die nun wieder entfernt werden können. Auf folgende Vorsichtsmaßnahmen zum eigenen Schutz wurde hingewiesen:
- Kontakt mit sichtbaren, bläulich-grünen Algen- oder Schaumansammlungen vermeiden.
- Nicht in Bereichen baden, in denen das Wasser trüb oder verfärbt ist; als Anhaltspunkt kann dienen, dass die Füße nicht mehr erkennbar sind, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht.
- Besonders auf Kleinkinder achten; Kleinkinder sollten nicht am Gewässerrand planschen oder im Flachwasserbereich spielen.
- Nach dem Baden gründlich abduschen und auch Badesachen gründlich reinigen.
- Schlucken von Wasser vermeiden.
Kontakt mit Blaualgen kann zu Hautreaktionen führen
Mögliche Gesundheitsrisiken von sogenannten Cyanobakterien gehen laut Umweltbundesamt vor allem durch Schlucken größerer Wassermengen aus. Der reine Hautkontakt mit Blaualgen stellt keine Vergiftungsgefahr dar. Bei manchen Personen kann er aber zu (Schleim)Hautreaktionen führen. Bei Symptomen wie Hautreizungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Das Wachstum von Blaualgen wird nach Angaben der Kreisverwaltung durch intensive Sonneneinstrahlung, wenig Regen und hohe Wassertemperaturen gefördert. Entsprechend ist bei kälter werdenden Außentemperaturen wieder mit einem Rückgang zu rechnen. An den anderen Badegewässern im Landkreis Neu-Ulm habe die routinemäßige Kontrolle keine Auffälligkeiten im Hinblick auf Blaualgen ergeben, so die Kreisverwaltung vergangene Woche. (AZ)
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