Erneut hat eine Störung den Bahnknoten Ulm lahmgelegt. In der Nacht zu Freitag (27. Februar) fiel das Stellwerk für rund 90 Minuten aus. Der Zugverkehr kam gegen 0.45 Uhr komplett zum Erliegen. Ein ICE von München nach Hamburg musste lange warten. Auch mehrere Güterzüge waren von der Panne direkt betroffen. Die Ursache war ein technischer Defekt.
ICE 618 strandet nach Stellwerksausfall in Günzburg
Der nächtliche Ausfall traf nur einen einzigen Personenzug. Der ICE 618 befand sich auf dem Weg von München nach Hamburg. Er musste im Bahnhof Günzburg einen langen Zwangshalt einlegen. Statt um 01:02 Uhr fuhr er erst um 02:18 Uhr weiter. Die Fahrt ging dann über Ulm in Richtung Stuttgart. Zusätzlich verspäteten sich mehrere Güterzüge auf der wichtigen Hauptstrecke.
Die Panne reiht sich in eine Serie von Problemen ein. Erst am Montag blockierte ein Oberleitungsschaden den Bahnhof. Der Zugverkehr war für mehrere Stunden unmöglich. Am 11. Februar fiel das Stellwerk schon einmal aus. Mitten im Feierabendverkehr standen die Züge drei Stunden still. Zwei Züge mussten auf freier Strecke evakuiert werden. Im Juni 2025 stand der Zugverkehr im morgendlichen Berufsverkehr für rund fünf Stunden still, ebenfalls wegen einer Stellwerksstörung.
Deutsche Bahn verschiebt neues Stellwerk in Ulm weiter
Die Ursache der Pannen ist laut Bahn die veraltete Technik. Das Relais-Stellwerk in Ulm stammt aus dem Jahr 1967. Die Deutsche Bahn plant zwar seit Langem den Einsatz eines neuen elektronischen Stellwerks, doch das lässt bislang auf sich warten. Ursprünglich legte die DB einen Inbetriebnahmeplan für das Jahr 2022 vor. Der letzte Termin für den Januar 2026 wurde im Oktober 2025 dann erneut abgesagt. Wann das neue Stellwerk kommt, ist bislang unklar. Einen Zeitpunkt nannte die DB nicht.
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