Eine rund drei Kilometer lange Güllespur führte am Mittwochmorgen von Unterelchingen bis zum Leipheimer Ortsteil Weißingen. Autos, die dort fuhren, wurden an Windschutzscheibe, Karosserie und Rädern mit der übel riechenden Flüssigkeit besprüht. Eine wütende Autofahrerin berichtete unserer Redaktion, Schmutz und Gestank seien in der Waschanlage nicht ansatzweise abgegangen. „Ekelhaft“, schimpfte sie. Was mit der Straße geschieht – und was für verschmutzte Autos gilt.
Leipheim/Elchingen: Autos komplett mit Gülle besprüht
Am Vormittag waren Streifenwagen auf der Straße unterwegs. Bei der Polizei war aber kein Einsatz verzeichnet. Womöglich seien seine Kollegen zufällig dort vorbeigekommen, sagte ein Sprecher. „Für uns geht es um die Verkehrssicherheit“, erklärte er. Wenn durch die Verschmutzung Unfälle drohten, müsse die Straße gereinigt werden. Andernfalls warte man ab, bis der nächste Regen oder der Verkehr den Schmutz abtragen. Drohen Unfälle, müsse der Verursacher gegebenenfalls für die Reinigung zahlen. Kosten für die Waschstraße müssten Autofahrer selbst tragen: „Das gilt ja auch, wenn jemand im Winter Streusalz vom Auto waschen will.“
Wer die Verschmutzung verursacht hat, lasse sich unter Umständen leicht nachvollziehen: „Manchmal führt die Spur direkt von der Wiese bis zur Hofstelle.“ Am Mittwoch stand der Traktor mit dem Güllefass neben der Straße, wie auch ein Fahrzeug der Straßenmeisterei.
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