Ulm erhöht die Kitagebühren. Das hat der Gemeinderat mit klarem Votum beschlossen.
In Ulm hängt die Höhe des Beitrags vom Nettoeinkommen der Eltern ab, wobei auch das Kindergeld zur Berechnung herangezogen wird. Der Höchstsatz wird nun stufenweise angehoben. Im Jahr 2011 lag er noch bei 5000 Euro, aktuell bereits bei 5970 Euro, wobei die Einkommen beider Eltern zur Berechnung herangezogen werden.
Nach den Sommerferien greift die erste Stufe der Erhöhung
Schon im kommenden Kitajahr wird der Höchstsatz des Nettoeinkommens das erste Mal angehoben auf knapp 6093 Euro. Ab dem 1. September 2027 liegt er dann bereits bei knapp 6215 Euro.
Ebenfalls schrittweise wird die Sonderregelung abgeschafft, wodurch die Beiträge um fünf Prozent reduziert wurden. Diese wurde zu Coronazeiten eingeführt. Auch diese Maßnahme wird schon ab dem Kitajahr 2026/27 eingeleitet.
Im vergangenen Jahr haben laut Verwaltung knapp 26 Prozent der Familien den Höchstsatz gezahlt, gut 26 Prozent der Familien waren vollständig von den Gebühren befreit.
Die Stadt übernimmt immer mehr der anfallenden Kita-Kosten
Vor dem Hintergrund der Einkommensentwicklung sowie der steigenden Kosten im Bereich der Kinderbetreuung sei die Anpassung der Gebühren „sachgerecht“, erklärt die Stadtverwaltung. Auch sei der Anteil der Elternbeiträge an der Gesamtfinanzierung der Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren gesunken: „Während der Anteil der Elternbeiträge im Jahr 2011 noch rund 16 Prozent betrug, liegt er aktuell bei etwa zehn Prozent der Gesamtkosten.“ Gleichzeitig sei der Anteil, den die Stadt Ulm trägt, deutlich gestiegen auf aktuell rund 54 Prozent der Gesamtkosten.
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