„Seit einiger Zeit hat die Einkaufsstadt Ulm vermehrt mit dem Problem von organisierten Ladendiebstählen zu kämpfen“, heißt es in einer Mitteilung des Ulmer City Marketings vom Montag. Deshalb sei man nun tätig geworden: Um die Geschäfte vor allem in der kommenden Vorweihnachtszeit präventiv zu unterstützen, wird seit vergangener Woche in der Ulmer Innenstadt Sicherheitspersonal eingesetzt. Dieses sei zum einen als Securitypersonal gekennzeichnet, aber auch verdeckt in der zentralen Fußgängerzone unterwegs.
Gegen den „Diebstahltourismus“ in der Ulmer Innenstadt
Zielsetzung sei es, den organisierten Ladendiebstahl zu unterbinden und den Mitarbeitenden und Gästen der Ulmer Innenstadt weiterhin ein gutes Gefühl zu geben. „Uns ist es wichtig, aktiv zu demonstrieren, dass Ulm kein Ort für ,Diebstahltourismus‘ ist und wir diesen bundesweiten Trend in unserer Fußgängerzone nicht tolerieren werden“, sagt Citymanagerin Sandra Walter. Die Entwicklung in den vergangenen Monaten und Jahren habe dazu geführt, dass die City-Gemeinschaft sich einig ist, dass gehandelt werden muss.
Gemeinsam mit den Geschäftsführern von Abt, Galeria, Müller, Peek und Cloppenburg, Reischmann und Yeanshalle hat das Ulmer City Marketing die Initiative der „City Streife“ gestartet, die als Pilotprojekt vorerst bis Mitte Januar laufen wird. Die Kosten werden von den Geschäften getragen. Gleichzeitig unterstützt die Stadt Ulm das Vorhaben finanziell und ideell.
„Tendenziell, aber besonders in der Vorweihnachtszeit häufen sich überall in den Städten die Fälle von organisiertem Ladendiebstahl – ein echtes Problem. Gegen solche Diebesbanden präventiv vorzugehen, liegt im eigenen Interesse der Kaufleute. Deren Initiative nützt aber letztlich allen in der Innenstadt und sorgt für mehr Sicherheit. Darum unterstützt die Stadt das Projekt ,City Streife‘ gern“, erklärt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.
Das Sicherheitsunternehmen Röttinger mit Sitz in Erbach stellt das Personal für die „City Streife“ und unterstützt das Pilotprojekt ebenfalls wohlwollend. Ergänzend zur „City Streife“ laufen weiterhin die bestehenden Präventivmaßnahmen. Nicht nur die teilnehmenden Betriebe, sondern nahezu alle Geschäfte sichern sich über Ladendetektive und teilweise auch Sicherheitspersonal am Eingang zusätzlich ab. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Ulmer Polizei und dem Ordnungsamt.
Die Streife in der City kann bereits erste Erfolge vermelden
Die „City Streife“ startete in der vergangenen Woche und werde von den Besuchern der Ulmer Innenstadt als sehr positiv wahrgenommen, erklärt das Ulmer City Marketing und vermeldet bereits Erfolge: Erste Diebstähle konnten schon unterbunden werden, heißt es. Zielsetzung sei es, weitere Geschäfte dazuzugewinnen, um die Streife weiter ausbauen zu können. Dass diese präventiven Maßnahmen weitestgehend der Abschreckung dienen, sei allen Teilnehmern bewusst. „Wichtig aus Sicht des Ulmer City Marketings wäre daher eine Erhöhung der Strafen als Abschreckung und zeitnahe Konsequenzen.“ (AZ)
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